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S panien, eines der beliebtesten Reiseziele vieler Deutscher war dieses Mal Austragungsland des diesjährigen Fallschirm-Zielwettbewerbes im Rahmen der „United European of Parachuters“ (U.E.P).

Genauer gesagt, die spanische Fallschirmjägerschule in Alcantarilla bei Murcia zeigte sich verantwortlich in der Organisation und Ausrichtung dieses hochkarätigen Wettbewerbes. Liest man einige Namen der Wettkämpfer, viele in der Fallschirmszene bestens bekannt, war klar, die Konkurrenz ist hochkarätig. Ehemalige Weltmeister und Champions waren am Start, die nichts an Können verlernt haben. Das gilt allerdings auch für die deutsche Delegation, die ebenfalls mit einem sehr hochkarätigen Team anreiste.

Nach der Landung in Alicante ging es sogleich in die Kaserne nach Alcantarilla, wo kurz darauf die offizielle Eröffnung und im Anschluss ein Wettkampfbriefing stattfand. Erwähnenswert, zeitgleich zum U.E.P.-Wettbewerb fanden die spanischen Militärmeisterschaften im Fallschirmspringen statt. Dadurch begünstigt, standen mehrere Militärflugzeuge vom Typ „CASA 212 AVIOCAR“ für den gesamten Wettbewerb zur Verfügung. Ein Luxus, den man nicht alle Tage bekommt! Ein großes Dankeschön an das spanische Militär!

1.Wettkampftag:

Los ging es am Dienstagmorgen. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und alle Teilnehmer eingewiesen wurden, war erster Start um 09.00 Uhr. Der offizielle Trainingssprung war angesagt, um die spanische Luft beschnuppern zu können.

Nach dem Trainingsdurchgang wurde es ernst, 3 Wettkampfsprünge waren für diesen Tag angesagt. War die Luft früh am Morgen noch relativ ruhig und stabil, zeigte sich mit fortlaufender Tageszeit das wahre Gesicht der spanischen Luft. Thermische Bedingungen und dadurch wechselnde Winde, ausgelöst durch das karge Umfeld des Wettkampfgeländes und der Hitze, machten die Sprungbedingungen äußerst anspruchsvoll, und die ersten Tribute mussten von den Wettkämpfern in Form von Zentimetern bezahlt werden.

Das deutsche Team konnte sich trotz einzelner Schwierigkeiten nach dem ersten Wettkampftag an die Spitze setzen.

2. Wettkampftag:

Voll motiviert ging es natürlich für die Deutschen in den zweiten Wettkampftag. Trotz den Erfahrungen des ersten Tages bzgl. der Sprungbedingungen passierte unserem Team im fünften und vorletzten Durchgang ein Missgeschick, bei dem die Führung an die Italiener abgegeben werden musste. Platz 2 konnte dennoch erfolgreich vor den Franzosen und mit Abstand gehalten werden, hatten doch alle anderen Teams ebenso große Probleme mit den thermischen Windbedingungen.

In der Einzelwertung konnte Gerhard „Conan“ Wagner (Vizepräsident DFV) seine ganze Routine der letzten Jahrzehnte ausspielen und sicherte sich mit nur 10 cm Gesamtabweichung den 2. Platz hinter dem Franzosen Remy Balaud, der mit 8 cm Abweichung die oberste Stufe des Podiums in Anspruch nehmen durfte.

Zu guter Letzt:

Ein großer Dank geht natürlich an die spanischen Organisatoren dieses U.E.P.-Wettbewerbs, an das Militär und den Kommandeur der spanischen Fallschirmspringerschule in Alcantarilla. Durch diese militärische Unterstützung war es möglich, einen perfekten Wettkampf durchzuführen, vor allem natürlich durch diesen Flugzeugpark, der zur Verfügung stand.

Der Wettbewerb wurde abgerundet mit einer feierlichen Schlusszeremonie mit Siegerehrung in der Kaserne und einem anschließenden Abschlussbankett in der wunderschönen, militärischen Hotelanlage, eigens für pensionierte Soldaten.

Nach dem Motto „Freundschaft durch Sport“ ging eine tolle Wettkampfwoche zu Ende.

Wir freuen uns bereits auf die Bewerbe in Italien 2027 und auf Frankreich 2028. Wer weiß, wo es 2029 hingeht … Vielleicht nach Deutschland?

Die deutsche Delegation:

    • Gerhard Wagner, H.o.D. und Wettkämpfer (Peiting)
    • Reinhold Haibel, Wettkämpfer (Kempten)
    • Jörg Gramberg, Wettkämpfer (Schongau)
    • Tatjana Gustke, Wettkämpferin (Leer)

Gerhard „Conan“ Wagner

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