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Wie es um den Fallschirmsport in Deutschland bestellt ist, dazu hat gewiss jede und jeder eine eigene Sicht, je nachdem aus welcher Perspektive die Betrachtung erfolgt. Ich möchte in diesem Beitrag gerne (m)ein aktuelles “big picture” teilen, ohne Wasser auf die Mühlen derjenigen geben zu wollen, die unsereinem “da oben” ein abgehobenes und von großer Ferne zur Basis geprägtes Dasein attestieren. Denn mein Bild ist sehr wohl auch davon beeinflusst, dass ich nach wie vor springe, im Tunnel fliege, verschiedene Sprungplätze aufsuche und häufig im Gespräch mit unterschiedlichsten Akteuren in unserem Sport bin. Insoweit bin ich mit Wahrnehmungen, Befindlichkeiten und Ansprüchen verschiedener Mikrokosmen durchaus vertraut, habe zudem aber – wie alle “da oben” – auch regelmäßig das große Ganze in den Blick zu nehmen. Und genau darum geht’s, zumal ich in beinahe allen jüngst geführten Gesprächen festgestellt habe, dass die seitens des Verbands bereits vorgenommenen Weichenstellungen von den meisten als für sie irrelevant wahrgenommen werden oder gar Anlass bieten, die individuelle Situation schlechter als zuvor zu bewerten. Daher möge die Einnahme der präsidialen Helikopter-Perspektive zum besseren Verständnis dessen beitragen, was übergeordnet in die Wege geleitet wurde und wird.

Nicht wiederholen möchte ich dabei, was bereits geschrieben steht: Der teilweise mühsame Weg des DFV in den DOSB, den ich in der vorangegangenen FFX-Ausgabe versucht habe nachzuzeichnen, sowie die Neustrukturierung des geförderten Spitzensportbereichs, von der einerseits mein letztes Editorial handelte und die andererseits von Mozart in seinem Beitrag weiter vorne thematisiert ist.

Externes Setting / Trends mit Einfluss auf unseren Sport

Warum ein großes Bild? Weil sich die Welt im erweiterten wie auch im näheren Umfeld unseres Sports gravierend verändert. Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass die Boomer allmählich vollständig aus unserer Community herausaltern, während nicht genauso viele junge Leute in den Sport kommen, und die, die kommen, bleiben nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit lange Zeit dabei, weil sie generell weniger Bindungsbereitschaft mitbringen und bezüglich des Freizeitverhaltens deutlich mehr Verlockungen ausgesetzt sind, als dies früher der Fall war. Auch Phänomene wie der Klimawandel, einhergehend mit einem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein, prägen die Entscheidungen beim Konsum und der Freizeitgestaltung, was für potenzielle Interessenten und bereits im Sport Aktive gleichermaßen gilt. Noch wirkmächtiger dürften sich die Preissteigerungen und -schübe der letzten Zeit auswirken, denn einerseits fehlt vielen das Geld im Portemonnaie und andererseits sind die Sprungpreise gemessen an der Durchschnittsinflation sogar noch schneller gestiegen.

Dieser holzschnittartige Blick auf ausgewählte Megatrends soll verdeutlichen, dass wir es mit einem Umfeld zu tun haben, das keinen von allein gleichbleibenden Zulauf an Tandemgästen und Schülern wie noch vor zehn oder zwanzig Jahren erwarten lässt. Gleichzeitig gibt es aber auch andere Trends, welche die Attraktivität unseres Sports positiv beeinflussen, wenn wir z.B. an das veränderte Mediennutzungsverhalten und die damit verbundene Möglichkeit denken, Bilder und Videos über Social-Media-Kanäle zu streuen, Erlebnisse zu teilen und Livestreams von Events zu liefern. Auch die Digitalisierung und neuerdings die KI können sich positiv auf unseren Sport auswirken, weil sie bei den Menschen die Sehnsucht nach echten, analogen Erlebnissen mit hoher Intensität wecken bzw. verstärken, zumal die Schwellen zum Erstflug mit der Erfindung von Windtunneln deutlich abgesenkt wurden.

Internes Setting im Zeitraffer / Verband und Community

Auch im Sport selbst sind Trends und Entwicklungen auszumachen, die nicht nur, aber auch als Reaktion auf die übergeordnet sich verändernde Gemengelage zu verstehen sind. Angebotsseitig haben Plätze und Vereine ihr Profil und ihre Flugzeugkapazitäten angepasst, einige sind verschwunden, andere sind gewachsen, manche wurden in neue Hände übergeben – unter dem Strich gibt es trotz der Konsolidierungseffekte weiterhin ein flächendeckend attraktives Angebot für Sprungwillige, wobei die gesamte Anzahl an Ausbildungs-, Tandem- und Sportsprüngen in den zurückliegenden Jahren bundesweit abgenommen hat. Neu hinzugekommen ist das Indoor-Angebot für Springer und Nichtspringer, verbunden mit der Chance, auch die bislang unzugängliche Zielgruppe der U16-Jährigen zu erschließen.

Nachfrageseitig haben wir es mit einer demografiebedingt jedes Jahr ein wenig älter werdenden Community zu tun, deren Präferenzen sich durchaus innovativ verändern. Neue Disziplinen haben sich herausgebildet, auch weil die fliegerischen Fertigkeiten entlang der evolutorischen Entwicklung beeindruckend gereift sind (jedem Tierchen sein Plaisierchen), neue Event-Formate wurden geschaffen, neue Vereinsgefüge sind entstanden und zeitgemäße Erwartungen wurden bzw. werden weiterhin von der neu in den Sport kommenden Generation mitgebracht, sowohl was die Erlebnisintensität angeht als auch im Hinblick auf einen respektvollen und sicheren zwischenmenschlichen Umgang miteinander.

Bei aller Dynamik und dem Befund, dass sich heute anteilig mehr Akteure als früher kopfüber abwärts bewegen als auf dem Bauch, haben sich allerdings im big picture keine revolutionären Dinge ereignet, da im Grunde konservativ-stabilisierend agiert wurde, im Bestreben, den Status möglichst zu erhalten – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Selbst während der Corona-Krise lag das Hauptaugenmerk darauf, alles so schnell wie möglich wieder so zu haben und zu machen wie vorher.

Und der Verband? Auch er hat sich einerseits bemüht zu bleiben wie er ist: Stabil und verlässlich in Fragen der Beauftragung und möglichst Sportler-orientiert im Idealverein – von Springern für Springer, wie eh und je. Damit allerdings manches so bleiben kann oder gar noch besser wird, war schon vor Jahren klar, dass Veränderungen in Gang zu bringen sind, die mehr als nur ein paar Grad Kursänderung bedeuten. Dabei bleibt der Beauftragungsbereich bewusst ausgeblendet, wenngleich auch dort massive Veränderungen erforderlich waren, auch und gerade aufgrund von regulatorischen Anforderungen sowie der Tatsache, dass er dem Idealverein alljährlich beträchtliche Mittel entzog und dies noch immer tut.

Eine Frage unter vielen war, ob wir uns nach den Fördertöpfen des Bundes recken wollen, um mehr finanzielle Mittel für die Sportförderung zur Verfügung zu haben. Dazu gab es im Januar 2019 eigens eine Klausurtagung in Frankfurt, auf der sich die Anwesenden tief in die Augen geschaut haben, weil klar war, dass die Mittel nicht umsonst zu haben sind. Das Motto war “Geld für Leistung” bzw. “Geld für Medaillen”, wobei die Gegenleistung nicht nur sportlich, sondern auch und vor allem administrativ und strukturell zu erbringen war. Denn niemand muss glauben, dass es in Deutschland für irgendetwas Mittel gibt, ohne dafür einen enormen und teilweise irrsinnigen bürokratischen Aufwand zu treiben. Das war allen im Grunde, wenn auch nicht im Detail klar, und mit großer Mehrheit haben wir damals JA gesagt (der anschließende Beschluss in der BKF war einstimmig), um daraufhin die größte Verbandsreform in Gang zu setzen, die mir – mindestens im gesamten Luftsport – bekannt ist. Herauslösung aus dem DAeC, Etablierung des DFV-Sportausschusses als Pendant zur BKF, Einzug in DOSB und FAI, Erfüllung sämtlicher formalen Voraussetzungen (Good Governance, Ethik, PSG, Anti-Korruption, Anti-Doping, …), Überspringen der Einstiegshürden (zehntausend Mitglieder, acht Landesverbände) sowie das ganze operative Handling zur Beantragung und zum Nachweis der korrekten Mittelverwendung – all das wurde in den vergangenen Jahren angeschoben und umgesetzt, zum großen Glück nicht gegen, sondern gemeinsam mit dem DAeC. Dabei war die Frage nur eine unter vielen, wie eingangs des Absatzes geschrieben. Denn der strategische Move löst nicht alle Probleme und ist keine Antwort auf alle Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen. Das zeigt sich bei der Betrachtung der insgesamt 19 Kacheln, welche als Kondensat der “Mission und Vision” herausgearbeitet wurden – der Einzug in den DOSB ist nur eine davon.

Mission & Vision

Das komplette Handlungsspektrum (Mission) für den DFV wurde im Verlauf der letzten drei Jahre entwickelt bzw. formuliert, ausgehend von der Fragestellung, wohin die Reise führen soll (Vision). Sowohl über den Erarbeitungsprozess als auch über das Ergebnis wurde u.a. hier im FFX berichtet, wobei ich betonen möchte, dass das Präsidium zwar informatorisch in den Prozess eingebunden war und auch partiell mitgewirkt hat, dass ein Großteil der Arbeit aber von engagierten Mitdenkern aus allen Bereichen der Community erledigt wurde (wenn ich jetzt Namen nenne und Einzelne heraushebe, wird’s problematisch – die treibenden Kräfte wissen hoffentlich, an wen ich denke). Ich bin dafür extrem dankbar, weil ich das Ergebnis für sehr wertvoll erachte, zeigt es doch die Breite und Tiefe der Aufgaben, die zu erledigen sind, wenn wir eingedenk der zu Beginn beschriebenen Trends und der sich daraus ergebenden Implikationen für unseren Sport das mit der Vision formulierte Ziel erreichen wollen.

Das Schaubild zeigt, es geht nicht nur um den Spitzensport, es geht auch um den Nachwuchs, um Außenwirkung und Kommunikation, um Inklusion, um Digitalisierung und operative Exzellenz, um Förderung von Aus- und Fortbildung, um die Symbiose von In- und Outdoor und etliches mehr. Das ist allerdings nicht alles auf einmal zu erreichen, sondern bedarf der Priorisierung. Und weil die Finanzierbarkeit nun einmal die Voraussetzung für alles ist, wurde der Fokus darauf gerichtet, mehr Mittel für den Sport zu generieren – first things first, ohne allerdings die übrigen Handlungsfelder aus dem Auge zu verlieren.

Was bedeutet die Umstrukturierung?

Mit der Etablierung des DFV als nationaler Spitzenverband haben wir einen wichtigen Meilenstein passiert und entlang des Wegs auch schon weitere wesentliche Weichenstellungen vorgenommen. Beispielhaft sei darauf verwiesen, dass mit dem Indoor Para Skydiving IPS eine neue Disziplin mit riesigem Potenzial etabliert, dass die Rolle der Delegierten und die damit verbundene Bindung des Verbands an die Plätze und Vereine deutlich aufgewertet oder dass eine massive Neuausrichtung der Kommunikations- und Medienarbeit angestoßen wurde. Nicht alles steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Dasein des DFV als Spitzensportverband, wenngleich es positive Rück- und Wechselwirkungen gibt, bspw. mit Blick auf die Nachwuchsarbeit.

Dazu ist zu betonen, dass mit dem Einzug des DFV in den DOSB weit mehr erreicht wurde als ein bloßer Mitgliedsstatus mit Zugang zu Fördermitteln des Bundes. Denn die Bedeutung des Fallschirmsports in Deutschland und die Stellung des DFV als nationale wie internationale Spitzenorganisation wurde dadurch beträchtlich aufgewertet: Der DFV ist nunmehr das organisatorische Dach für alle, die hier im Land unseren Sport betreiben, also auch für diejenigen, die sich für eine exklusive Mitgliedschaft in einem Landesverband des DAeC entschieden haben. Denn auch für sie werden die Meldung im DOSB und der Zugang zum internationalen Sportgeschehen über den DFV bewerkstelligt. Zudem kooperieren die meisten DAeC-Landesverbände (RMLVs) bereits mit dem DFV und sind bei uns institutionelles Mitglied, sodass sie für den DFV als Landesfachverbände fungieren, ihre Mitglieder vergünstigt über den DFV im DAeC melden und ihrerseits für DFV-Vereine bei entsprechender Mitgliedschaft Vorteile durch die Anbindung an die Landessportbünde bieten können. Bis sich die damit verbundenen positiven Wirkungen flächendeckend bemerkbar machen, wird noch einige Zeit vergehen, aber der Tisch ist gedeckt. Dabei ist und bleibt der DFV assoziiertes Mitglied im DAeC, sodass wir der Luftsportfamilie so eng wie möglich verbunden sind, weil wir das auch ausdrücklich wollen. Nebenbei haben wir mit unserer Umstrukturierung in Teilen auch Reformen im DAeC initiiert, was verständlicherweise nicht von allen gleichermaßen begrüßt wird, was aber den seit längerem überfälligen Wandlungsprozess im DAeC mitentscheidend befördert hat und über kurz oder lang auch dort positive Strahlkraft entfalten wird. Insoweit war die Chance zum Gelingen der Neuordnung rückblickend nie so günstig wie in den zurückliegenden Jahren, was ein Grund mehr war, die Maßnahme entsprechend zu priorisieren.

Bereits sichtbar und wirksam, weil sorgfältig und mit hohem Aufwand in der Geschäftsstelle vorbereitet, ist die Bundesförderung für drei Disziplinen. Warum es nur drei sind und warum die übrigen Disziplinen trotzdem von den Strukturen profitieren, die geschaffen wurden, um das Prozedere zu bespielen und zu administrieren, dazu hat Mozart bereits etwas geschrieben. Und weil damit gewiss nicht alle Fragen beantwortet sind, werden ab Mai Foren zur Information und zum tieferen Verständnis angeboten. Fest steht jedenfalls, dass keine Disziplin schlechter gestellt ist als zuvor und dass innerhalb der geförderten Disziplinen bedeutend mehr Entwicklungsmöglichkeiten gegeben sind als jemals. Folglich gilt es einerseits, die Chancen effizient zu nutzen und andererseits den Kreis der geförderten Disziplinen sukzessive zu erweitern. Das bedeutet Arbeit, die erledigt werden will, weshalb der Sportbereich aufbauorganisatorisch verstärkt wurde. Im selben Atemzug bedeutet es, dass nicht alle Fördermittel 1:1 bei den Sporttreibenden ankommen können und dürfen, sondern partiell auch für diese förderfähigen Aufgaben Verwendung finden, und zwar speziell dafür beauftragt, speziell dafür bewilligt und deshalb auch nur speziell dafür einsetzbar.

Das big picture

Wie fällt mein subjektives Urteil zur Lage der Skydive Nation nun also aus? In einem Wort: verheißungsvoll! Denn als Verband haben wir eine klare Strategie, die es uns ermöglicht, den übergeordnet unliebsamen Entwicklungen kraftvoll entgegenzuwirken, die uns in die Hände spielenden Trends zu nutzen und schon heute auf bedeutend höherem Niveau zu agieren, sowohl was den Grad der Selbstbestimmung angeht als auch was den finanziellen Handlungsspielraum betrifft. Damit verbunden sind bisher nicht dagewesene Chancen, den Sport in der Spitze ebenso wie in der Breite weiterzuentwickeln, was selbstredend nicht allein Aufgabe des Verbands sein kann, denn der Verband ist für die Community da, und die Community bildet in ihrer Gesamtheit den Verband. Es ist also eine gemeinsame Aufgabe, wofür ein in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzender Meilenstein passiert und weitere maßgebliche Weichenstellungen bereits realisiert werden konnten. Um den in der Überschrift nahegelegten Vergleich zur Bundespolitik dann doch einmal zu strapazieren, könnte man sagen, dass die Herausforderungen ebenso wie der Handlungsbedarf klar erkannt und benannt sind, dass die größte aller notwendigen Strukturreformen erfolgreich absolviert wurde, dass weitere Reformen in Gang gebracht sind bzw. folgen und dass wir eine handlungsfähige, handlungswillige und beeindruckend geschlossen agierende Regierung im engeren wie im weiteren Sinne haben. Und wie in der großen Politik ist es auch in unserer kleinen Springerwelt so, dass das alles schön und gut, aber nur bedingt wirksam ist, wenn es nicht vom überwiegenden Teil der Community goutiert, positiv unterstützt und in der Breite gelebt wird. Damit der Verheißung also auch die Erfüllung folgen kann, sind weitere Anstrengungen nötig, zu denen der Verband gerne und engagiert seinen Beitrag leistet, die aber von möglichst vielen dezentral positiv wahrgenommen und entsprechend unterstützt werden wollen.

Daher möchte ich bei allem Verständnis für kritische Fragen und geäußerte Skepsis dafür werben, mit größtmöglichem Wohlwollen auf die gegenwärtige Situation zu schauen. Ich weiß, dass sehr viele in unserer Gemeinschaft mit riesigem Einsatz, jeder Menge Idealismus und einer gehörigen Portion Risikobereitschaft unterwegs sind, um nicht nur die Geschicke im eigenen Umfeld zu lenken, sondern auch ihren Teil dazu beizutragen, dass das Springergefüge als Ganzes gestärkt wird. Und genauso wie ich darauf vertraue, dass das so ist und bleibt, wünsche ich mir, dass dem Verband und seinen Akteuren das erforderliche Vertrauen gegeben und erhalten bleibt, um die gemeinsamen Aufgaben erfolgreich zu meistern.

Dabei geht es nicht darum gut zu finden, was nicht gut ist, aber vielleicht darum zu erkennen, dass etwas auch für andere gut sein kann, was im eigenen Mikrokosmos keine oder noch keine positive Wirkung entfaltet. Auch sollen die dargestellten Errungenschaften und deren Bewertung nicht als Selbstbeweihräucherung der DFV-Führung verstanden werden, denn alle DFV-Mitglieder dürfen sich der Tatsache versichert sein, dass ich selbst der ärgste Kritiker und Antreiber im Verband bin, wenn’s darum geht, den selbst auferlegten Erwartungen “von Springern für Springer” gerecht zu werden. Weil es nie um den Verband als Selbstzweck und schon gar nicht um einzelne handelnde Personen geht, sondern immer ums große Ganze, unseren Fallschirmsport. Dafür setzen wir uns ein, dafür haben wir – wie ich meine – herausragende Fortschritte erzielt und dafür gilt es weiterhin mit möglichst großer Einigkeit in der Community zu arbeiten.
Die Welt um uns herum bietet genügend Anlässe, wirklich besorgt zu sein und am Guten im Menschen zu zweifeln. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir ein Stückchen ziemlich heile Welt erhalten, als Refugium für unsere Passion, als Ort, an dem unser Seelenheil ins Gleichgewicht gelangt, und als soziales Ereignis für Begegnungen mit freiheitsliebenden, feinen Menschen. Solche sind jedenfalls im DFV für und mit euch unterwegs. Ausnahmslos.

P.S.: Heute erhielt ich eine E-Mail von der Beratungsabteilung innerhalb der Führungs-Akademie des DOSB. Der Introtext beginnt folgendermaßen: “Der organisierte Sport befindet sich im Wandel. Organisationen sind mehr und mehr gefordert, sich mit aktuellen Themen wie der Digitalisierung, dem demografischen Wandel oder Gesetzesänderungen und Reformen kritisch auseinanderzusetzen, um ihren Verband zeitgemäß aufzustellen.” Wie wahr! Genau das tun wir (s.o.).

Henning Stumpp

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