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Liebe DFV-Mitglieder,

während einige ge- oder auch entspannt dem Frühling und dem Beginn der Outdoor-Saison entgegenfiebern, drehen sich die Propeller in den Windtunneln auf Hochtouren. Denn es werden nicht nur etablierte Trainingsmaßnahmen und Wettbewerbe durchgeführt, sondern es sind bereits neue Formate aufgesetzt, die erst durch die Aufnahme in den DOSB und die damit verbundenen Umstrukturierungen im Verband ermöglicht wurden. Dazu gleich noch ein bisschen mehr. Erfreulich ist in jedem Fall der große, auch internationale Zuspruch für die Indoor-DM im März in Berlin, ebenso wie der erfolgreiche Start der diesjährigen Indoor Para Skydiving World Series (IPS) Mitte Februar in Charleroi und das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Delegation bei den Wind Games Ende Januar in Ampuriabrava. Und noch viel mehr Erfreuliches gäbe es zu berichten, wenn denn hier der Platz dafür wäre und wenn sich die Interessierten nicht längst das umfangreiche Bild- und Videomaterial von überall da, wo’s rund geht, via Social Media einverleibt hätten.

Rund geht’s auch im Verband, und das nicht erst seit der offiziellen Aufnahme des DFV in den DOSB zum Jahresbeginn. Ich habe ja schon öfter von “Professionalisierung” gesprochen, wenn es darum ging, unseren Sport für die Zukunft stark genug zu machen. Diese beginnt bei der Gewinnung von Nachwuchs und reicht über die Angebote des Verbands für Mitglieder, Funktionspersonal, Plätze und Vereine bis hinein in den Spitzensportbereich als Aushängeschild und Gradmesser für die Bemessung externer Fördermittel. Überall gibt es Handlungsbedarf, und überall wird gehandelt. Nicht nur, weil wir mit der Mission & Vision einen hervorragenden strategischen Masterplan in der Hand halten und alle Maßnahmen, die darauf einzahlen, beherzt angehen können, sondern weil sich durch den Anschluss an DOSB und FAI auch zahlreiche Türen geöffnet haben: Der DFV

  • ist neuerdings Teil der Interessensgemeinschaft der Nichtolympischen Verbände im Deutschen Olympischen Sportbund (IG-NOV),
  • hat Zugang zur Führungs-Akademie des DOSB und kann dadurch exklusive, kostenfreie oder stark vergünstigte Serviceleistungen in den Bereichen Weiterbildung, Beratung, Mitgliederservice und Forum & Wissenschaft in Anspruch nehmen,
  • kann direkt mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) sowie dem Institut für Forschung und Entwicklung (FES) von Sportgeräten zusammenarbeiten (Letzteres ist das technologische Zentrum für den deutschen olympischen und paralympischen Hochleistungssport – die mit den schnellen Bobs 😊)
  • kann Mitglied bei der Trainerakademie Köln des DOSB als bundesweites Kompetenzzentrum für die Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Trainern im Leistungssport werden
  • und fungiert als assoziiertes Mitglied in der FAI auf internationaler Ebene als Spitzenverband für den Fallschirmsport in Deutschland, ist also von nun an auch exklusiv für die Ausstellung von FAI-Lizenzen zuständig.

Und das ist längst nicht alles. Damit meine ich weniger, dass für Reisen der Kaderangehörigen von nun an die Dienste eines professionellen Sportreise-Organisators in Anspruch genommen werden können, als vielmehr die Tatsache, dass wir auch personell in neue Sphären vordringen können. Mit Johannes Heptner aka “Mozart” haben wir einen neuen Leistungssportreferenten und Cheftrainer sowie mit Timo Hildinger einen Athletiktrainer, wovon alle Disziplinen beim Aufbau und bei der Umsetzung ihrer Trainings- und Wettkampfplanung profitieren können. Eine erste Maßnahme (s.o.) inklusive Leistungsdiagnostik hat kürzlich stattgefunden, und es war zu vernehmen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz schön kaputt waren, und zwar nicht vom Fliegen.

Sorry, das ist für ein Editorial alles viel zu lang, aber es ist mir so wichtig, euch an all den innovativen Schritten für unseren Sport teilhaben zu lassen. Zum Glück steht in dieser FFX-Ausgabe darüber zum Teil noch mehr geschrieben. Geschrieben steht auch etwas zur Einführung einer neuen Verbandssoftware (SEWOBE) und zur Digitalisierung zahlreicher Prozesse – von der Mitgliederverwaltung mit Lizenz- und Versicherungsnachweis über Newsletterfunktionen bis hin zur DM-Anmeldung und Delegiertenwahl. Davon sollen und werden alle Verbandsmitglieder sowie auch alle Funktionsträger im Beauftragungsbereich enorm profitieren, und man kann sich leicht vorstellen, dass eine derartige Umstellung auch nicht im Vorbeigehen erfolgt – Lob und Dank an die Geschäftsstelle und die involvierten Referenten.

Und damit nicht genug! Auch die Kommunikations- und Medienarbeit wurde gehörig aufgerüstet. Denn mit Nadeja Sievers haben wir seit Gründung des DFV erstmals jemanden direkt im Head Office angestellt, um den erforderlichen Informationsaustausch von zentraler Stelle aus medienübergreifend zu bewerkstelligen. Und selbstverständlich wird Nadeja hierfür auch an den Plätzen sowie in den Tunneln präsent sein bzw. in engem Austausch mit den Plätzen und Vereinen stehen. Bäm!

Nun müsste ich eigentlich auch noch darauf zu sprechen kommen, dass es bei all dem hellen Licht auch einige dunkle Schatten gibt, sowohl mit Blick auf die zunehmenden PSG-Meldungen, die uns erreichen, als auch bei der Zusammenarbeit der Geschäftsstelle bzw. des Präsidiums mit dem wichtigen Funktionsgremium der Examiner. Auch darum haben wir uns zu kümmern und tun dies auch, weshalb die Hoffnung besteht, dass sich einige Schatten bereits gelichtet haben, wenn ihr die FFX-Ausgabe in den Händen haltet und lest. Eine gute Nachricht ist schon mal, dass wir mit Jessica Distler und Judith Mergens kürzlich zwei neue Ansprechpartnerinnen für PSG-Angelegenheiten haben gewinnen können.

Wir erleben bewegte Zeiten, bewegen vieles zum Guten, so schnell und so gut wir können, und so hoffe und wünsche ich, dass ihr auch alle in Bewegung seid, kommt und bleibt! In unser aller Sport. Dem Fallschirmsport!

Euer

Henning Stumpp

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