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Liebe DFV-Mitglieder,

in Abwandlung von Loriots Mops-Zitat möchte ich stellvertretend für alle behaupten: Ein Leben ohne Fallschirmspringen ist möglich, aber sinnlos! Der Hormonhaushalt gerät durcheinander, am Sonntagabend fühlt man sich nicht erschöpft und vollgetankt zugleich, und das Dauergrinsen steht uns schon lange nicht mehr ins Gesicht geschrieben. Höchste Zeit also, dass es wieder losgeht, und die Anzeichen dafür, dass dies tatsächlich passiert, sind – abgesehen von den aktuell im Lockdown wieder ansteigenden Infektionszahlen – gar nicht mal so schlecht. Gewiss, als Springercommunity werden wir noch nicht allzu bald durchimpft sein, aber wir können in Ergänzung zu den im Vorjahr erprobten Hygienekonzepten auf verlässliche Tests zugreifen und wissen die Vulnerabelsten in unserer Gesellschaft zunehmend in Sicherheit. Folglich sollten wir uns alle so langsam, aber sicher in die Startlöcher begeben und dem “sinnerfüllten” Leben entgegenfiebern.

Dazu stimmen wir von Verbandsseite allzu gerne auf das Hohelied ein, das Jürgen „Mahle“ Mühling über die wahren „Säulen des Fallschirmsports“ singt: Das qualifizierte Fachpersonal in unseren Vereinen und an unseren Sprungplätzen. Denn sie sorgen nicht nur dafür, dass das Sportangebot selbst gesund bleibt, sondern sie werden einmal mehr für das Einhalten der Hygieneregeln Sorge tragen und diese vorleben müssen. Achten, respektieren und unterstützen wir sie also durch unser solidarisches und kooperatives Verhalten – eine win-win-Situation für Immunsystem und Hormonhaushalt.

Dank in Richtung Fehrbellin geht aber nicht nur für den lesenswerten und zum Nachdenken anregenden Beitrag in dieser FFX-Ausgabe, sondern auch für die Gewinnung neuer Mitglieder im Jahr 2020 und somit für den Gewinn der Blue Sky Trophäe. Diese win-win-Konstellation könnte im laufenden Jahr besondere Bedeutung erlangen, da wir – wie an dieser Stelle kurz berichtet – als Fachverband vorsorglich die Mitgliedschaft im Dachverband DAeC gekündigt haben. Leider sind seither noch keine Signale für eine intensivere Wahrnehmung unserer Interessen erkennbar, sodass wir die Weichen in Richtung Autonomie zu stellen haben, wozu u.a. die Mitgliedschaft im DOSB, die Schaffung einer föderalen Struktur sowie die Aufnahme in den internationalen Luftsportverband FAI gehören. Für all diese Schritte sind möglichst viele Mitglieder hilfreich, die Aufnahme in den DOSB ist sogar explizit an eine bestimmte Mitgliederstärke gekoppelt.

Wie es um internationale Wettbewerbe steht, könnt Ihr im Kurzbericht von der (virtuellen) ISC-Sitzung Anfang Februar nachlesen. Und weil nach wie vor Chancen bestehen, dass die Mondial in Tanay (RUS) in diesem Jahr stattfindet, ist es immerhin gut zu wissen, dass unsere Kaderathleten während des Lockdowns ausgewählte Sportstätten aufsuchen dürfen. Zumindest ihr Hormonhaushalt sollte also einigermaßen in Takt sein, ebenso wie ihr Trainingszustand.

Auf einen baldigen Beginn der Saison freut sich mit Euch

Euer Dr. Henning Stumpp

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