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Liebe DFV-Mitglieder,

„Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“, sagte einst Karl Valentin. Gegenwärtig kommt einem dieser Spruch in den Sinn, da medienwirksame Respektlosigkeiten, impulsive Verbalattacken oder bewusste Falschmeldungen zur Tagesordnung auf unserem Planeten gehören und man sich kaum vorstellen mag, wohin das noch führen soll. Wie wohltuend ist es dann, wenn sich Menschen Gedanken machen und diese sorgfältig im Kopf und manchmal auch im Herzen bewegen, bevor sie sie ventilieren und den Rest der Welt daran teilhaben lassen?

So heiße ich die Leserschaft mit dieser FFX-Ausgabe willkommen in einer Oase des Gedankenmachens und -teilens, thematisch befasst mit vielen Bereichen aus unserem Sport:

Das Autorenduo Sepp Bunk und Raphael Schlegel greift ein Phänomen ihres Techniker-Alltags auf und leitet daraus eine hilfreiche Empfehlung für Eigentümer und Nutzer von fallschirmtechnischem Gerät (vulgo uns Springer) ab, nämlich vorhandenem Unwissen mit der Lektüre von Bedienungsanleitungen entgegenzuwirken.

Martina Weber lässt die Springerschaft an der Gedankenwelt einer Packerin teilhaben, was umso zeitgemäßer ist, als der Packvorgang für zunehmend viele Freiluftsportler nicht mehr nur lästige Pflichtübung ist, die es aus energetischen Gründen zu delegieren gilt, sondern ein beinahe gänzlich unbekanntes Wesen, dem man leichtfertig persönliche Defizite während des Öffnungsvorgangs zuzuschustern versucht.

Der Delegierte Daniel ‚Sid‘ Klein illustriert in seinem Artikel, dass unser in der Satzung festgelegtes Delegiertensystem nur dann einen sinnstiftenden Beitrag zu einem möglichst staubfreien Verbandsgefüge zu leisten im Stande ist, wenn sich die gewählten Vertreter aktiv in die Verbandsarbeit einmischen und dabei wiederum Unterstützung aus den Reihen der sie wählenden Springergemeinde erfahren.

Nicole Haditsch teilt mit uns die wertvollen Erfahrungen, die sie und andere mit der Arbeit der Stiftung Mayday gemacht haben, nachdem sich unbeschwerte Urlaubsstimmung durch einen tragischen Unfall in Entsetzen und Ohnmacht  verwandelte. Niemandem sind diese Erfahrungen zu wünschen, aber alle sollten um die Existenz dieser wirklich hilfreichen Institution wissen.

Springerroutinier Uli Grude bringt uns nicht nur in professoraler Form die zahlreichen Akronyme zu den (inoffiziellen) Altersklassen von POPS bis JONs nahe, sondern lässt auch Einblicke ins Innenleben eines Springers zu, der unseren Sport trotz fortgeschrittenen Alters noch immer mit Herz und Leidenschaft  betreibt. Das lässt hoffen …

Perfekt ergänzt wird dieser Bericht durch den großartigen
Erfolg des für Deutschland startenden 4er-Teams  SOS Paranodon. Bei der SOS-WM in Nagambie, Australien vom 15.04.2018 bis 29.04.2018 haben sie ihren WM-Titel in der Disziplin 4er-FS verteidigt und gleich noch 2 weitere Titel im 8er-Scramble und Sportaccuracy von Down-under mit nach Hause gebracht. Glückwunsch an das Team mit Hans-Dieter ‚Piff‘ Pfeifer, Robert Trögele, Uli Sehrbrock, Martin Stromeyer und Ralph Speicher (Video).

Einen an Gedankenlosigkeiten
armen Sommer wünscht

Henning

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