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Liebe DFV-Mitglieder,

Wenn Straßencafés und Uferpromenaden sich füllen, wenn Eisdielen, Cabriodächer und Freibäder eröffnet werden, wenn Bäume und Büsche im schönsten Grün explodieren, dann ist er da: Der Frühling. Und damit auch die herbeigesehnte Freiluft-Saison, in der wir Skydiver endlich wieder das machen dürfen, was der Name verspricht, nämlich in den Himmel einzutauchen. Dann spüren wir, durch Gravitation beschleunigt und von einer stehenden Luftsäule gebremst, wie unser Körper ohne weitere technische Unterstützung mit der resultierenden Anströmung unter freiem Himmel spielen kann. Dann sind wir in unserem Element. Prädikat: Premium verum, weil gefühlsecht.

Gewiss, rein physikalisch wird derselbe Effekt erzielt, wenn man sich in einem Windkanal liegend von einer bewegten Luftmasse anpusten lässt, aber seien wir doch mal ehrlich: A bisserl was fehlt scho‘! Damit soll die Errungenschaft der Windtunnel keineswegs geschmälert werden. Denn sie sind eine perfekte Trainingsumgebung, sowohl für Bauchflieger als auch für Artisten, und haben innerhalb von nur zwei Dekaden fliegerische Skills hervorgebracht, die zuvor noch undenkbar waren. Auch haben sie neue Disziplinen und Wettbewerbsformate entstehen lassen, denken wir nur an das Dynamic Flying oder die Tatsache, dass der Begriff Juniorenwertung neu definiert werden muss. Das alles ist zu begrüßen und engagiert weiterzuentwickeln, zumal durch Indoor-Skydiving die Schwellenangst, welche unser Sport in der breiten Öffentlichkeit noch immer auslöst, aufs feinste abbaubar ist, während das Zuschau- und Mitmachinteresse gleichermaßen steigt.

So ist es nur folgerichtig, dass Anfang April in Bottrop (endlich) die ersten Deutschen Indoor-Meisterschaften veranstaltet wurden. Organisatorisch wie sportlich boten sie Glanzvolles, und wer den Livestream verpasst oder die Ergebnisse, Videos und Fotos auf der Sonderseite des DFV übersehen hat, kann in dieser FFX-Ausgabe das Wichtigste noch mal nachlesen.

Eine Nachlese ganz anderer Art liefert uns Ralph Schusser, der per 1.4.2018 zusätzlich zu Helmut Bastuck als Geschäftsführer des DFV berufen wurde und bis zu dessen geplantem Ausscheiden zum Jahresende gemeinsam mit ihm das Hauptamt bzw. die Geschäftsstelle führt. Wer ihn noch nicht kennt, dem sei die Lektüre des Portraits über ihn in diesem Heft empfohlen. Wer ihn schon kennt, den überrascht gewiss nicht, wie akribisch er sich den Winter über auf seine neue  Aufgabe vorbereitet hat und welche winterlichen Aktivitäten des Verbands – nicht nur, aber auch – durch sein Mitwirken möglich waren. Nachzulesen in seiner Nachlese über die kalte Jahreszeit.

In dieser Ausgabe kann man aber nicht nur nachlesen, sondern auch vorausschauen. Auf ein neues Selbstverständnis der Delegiertenarbeit, auf die Incentivierung der Mitgliedergewinnung durch Plätze und Vereine, auf Lehrgänge für Schiedsrichter und Lehrer sowie auf Wettbewerbe. Aber wenn Ihr erst einmal gar nicht zum Lesen kommt, weil Ihr lieber Springen geht, so ist uns das nicht nur recht, sondern dann ist das ganz in unserem Sinne.

Einen möglichst gefühlsechten Frühling wünscht

Henning

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