Marseille/Lille, Frankreich
Die DFV-Athletinnen und Athleten haben beim sechsten FAI Worlcup und den vierten FAI Europameisterschaften, die kombiniert in Frankreich ausgetragen wurden, eine beeindruckende Bilanz hingelegt. In Marseille (Dynamic Flying und Indoor Solo Freestyle, 01.-04.04.2026) und Lille (Indoor Formation Skydiving und Indoor Para Skydiving, 09.-11.04.2026) holte die DFV-Delegation insgesamt neun Medaillen – darunter viermal Gold.
Marseille: Dynamic Flying und Indoor Solo Freestyle – zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze
Gold durch Julia Schweizer (Taufkirchen) im Indoor Solo Freestyle bei den Juniorinnen war das absolute Highlight einer guten Mannschaftsleistung in Marseille. Die erst 15-jährige Schweizer – zugleich amtierende Weltmeisterin – entschied sowohl die Europameisterschaft als auch die Worldcup-Wertung zu ihren Gunsten. Die gleichaltrige Maya Goldwasser (Plankstadt) brillierte bei ihrem internationalen Debüt und gewann Silber in der Worldcup-Wertung.
Das Team Windobona Berlin Flytopia um die Berliner Timmy Dittrich und Christian Kaufmann knüpfte mit Silber in der Disziplin Dynamic 2-way bei der Europameisterschaft sowie Bronze im Worldcup an seine zuletzt starken Leistungen an.
Mit Bronze überzeugte das Quartett Germany 1 um Timmy Dittrich, Christian Kaufmann (beide Berlin), Diana Parmanina (München), Johannes Heptner (Detmold) sowie Roland Carl (München) als Ersatzmann (Alternate) in der Disziplin Dynamic 4-Way.
In Marseille kämpften 103 Athletinnen und Athleten mit 46 Betreuern, Trainern und Begleitpersonen aus 22 Nationen im DY und ISF in insgesamt sechs Wertungen um die Worldcup-, und EM-Titel.
Die deutsche Delegation unter der Führung von Ralph Schusser (Überherrn), Sportdirektor des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV), war mit zehn Athletinnen und Athleten in allen sechs Wertungen vertreten.
„Es ist schwer, die Emotionen in Worte zu fassen. Was unsere Athletinnen und Athleten bei dieser Meisterschaft in Marseille gezeigt haben, war einfach überwältigend. Vor allem die Leistungen der Junioren haben mich sehr beeindruckt. Julia Schweizer hat mit großem Vorsprung zwei Goldmedaillen gewonnen. Maya Goldwasser sicherte sich bei ihrem internationalen Debüt die Silbermedaille und Philip Ducke konnte sich bei seinem Debüt über den achten Platz freuen. Emilia Rölle rundete mit dem vierten Platz das sensationelle Ergebnis der Juniorinnen und Junioren ab“, sagte Schusser, der sich mit den Leistungen aller deutschen Delegationsteilnehmer zufrieden zeigte: „Unsere DFV-Athleten haben mit den Plätzen zwei und drei im Dynamic 2-way und Platz 3 im Dynamic 4way mit insgesamt sechs Medaillen nahtlos an die Erfolge aus den Vorjahren angeknüpft. Wir blicken stolz auf die Leistungen unserer Delegation. Das internationale Niveau ist kontinuierlich in den letzten Jahren angestiegen. Umso zufriedener bin ich mit den Leistungen unserer Athleten, die auf eine starke Repräsentation Deutschlands bei den Heim-Weltmeisterschaften 2027 in München hoffen lassen.“
Auch Johannes Heptner, Athlet und seit diesem Jahr Cheftrainer in Personalunion, fand lobende Worte: „Die EM in Marseille war ein bedeutender Meilenstein für unser Nationalteam, alle Ergebnisse ein eindrucksvoller Beleg für die Breite unseres Kaders, das Talent unserer Athletinnen und Athleten und den Zusammenhalt innerhalb unseres Teams. Jede einzelne Leistung war geprägt von Disziplin, Leidenschaft und dem unerschütterlichen Willen, unser Land bestmöglich zu vertreten“, sagte Heptner und ergänzte. „Die erstmalig vom Bundeskanzleramt geförderten Trainingsmaßnahmen tragen jetzt schon die ersten Früchte. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser Europameisterschaft haben uns gezeigt, in welchen Bereichen wir bereits auf einem guten Weg sind und wo noch Entwicklung notwendig ist. Diese werden wir in den neugeschaffenen Trainingsmöglichkeiten nutzen, um uns bestmöglich auf die Weltmeisterschaften 2027 vorzubereiten.“
Dynamic 4-way – Erfolgsgeschichte wird mit Bronze fortgeschrieben
Nach der erfolgreichen Premiere im chinesischen Macao 2024 und dem Anschlusserfolg bei der WM 2025 im belgischen Charleroi setzte das deutsche D4W Team Germany 1 mit Timmy Dittrich (Berlin), Christian Kaufmann (Berlin), Diana Parmanina (München) und dem amtierenden Bundestrainer Johannes Heptner (Detmold) mit Roland Carl (München) als Ersatzmann seine Erfolgsgeschichte mit Rang drei in der Disziplin Dynamic-4way fort. Nach der Qualifikation lag Germany 1 noch auf dem vierten Platz hinter Singapur 1, Finnland 1 und Frankreich 1. Im Halbfinale musste Deutschland gegen das Team aus Singapur antreten, das das Battle knapp für sich entscheiden konnte, während das Team Schweiz 1 gegen das Team Finnland 1 den Sieg erringen konnte.
Im kleinen Finale um Platz drei standen sich Germany 1 und das finnische Team gegenüber. Hier unterlag das deutsche Team aufgrund eines Busts äußerst knapp dem finnischen Team. Germany 1 sicherte sich dennoch EM-Bronze hinter der Schweiz und Finnland. Insgesamt feierte das deutsche Team damit die dritte Bronzemedaille in Folge. Gold im Worldcup gewann das Team aus Singapur.
Dynamic 2-way: Windobona Berlin Flytopia mit EM-Silber und Weltcup-Bronze
Im Dynamic 2-way kämpften 18 Teams aus elf Nationen um die begehrten Titel, darunter für Deutschland die amtierenden Europameister und Deutschen Meister Windobona Berlin Flytopia (Germany 1) um die Berliner Timmy Dittrich und Christian Kaufmann sowie die Deutschen Vizemeister FlyStation Munich Lions (Germany 2) um die Münchner Roland Carl und Diana Parmanina.
Nach der Qualifikation, die aus zwei Speedrunden und aus einer Free Routine besteht, aus der sich anschließend der Turnierbaum ergibt, sicherten sich Germany 1 mit dem dritten Platz und Germany 2 mit dem elften Platz zunächst eine gute Ausgangslage. Im Tunier/Tournament wird das KO-System angewendet – der Verlierer scheidet aus.
Im Achtelfinale setzte sich Germany 1 souverän gegen das Team 2 aus Frankreich durch, Germany 2 lag gegen das koreanische Team ebenfalls vorne.
Im Viertelfinale standen sich beide deutschen Teams unglücklicherweise als Konkurrenten gegenüber. Germany 2 (FlyStation Munich Lions) schied im Viertelfinale zwar gegen die Teamkollegen aus, sicherte sich mit einem starken sechsten Platz und EM-Rang vier aber immerhin ihr bisher international stärkstes Ergebnis.
Das Halbfinale zwischen Germany 1 und Frankreich 1 entschieden die Franzosen zu ihren Gunsten. Im „kleinen Finale“ um Platz drei setzte sich Windobona Berlin Flytopia gegen Singapur 1 sowohl in der Free Routine als auch in der Speed Routine durch. Mit dieser starken Leistung sicherte sich Germany 1 Weltcup-Bronze und EM-Silber. Gastgeber Frankreich setzte sich sowohl in der WC- als auch in der EM-Wertung als Sieger durch.
Dynamic Solo Speed: Solide Platzierungen, starkes Debüt von Junior Ducke
Im Dynamic Solo Speed traten 19 Athletinnen und Athleten aus elf Nationen, in der Juniorenwertung 14 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen gegeneinander an. Deutschland war in der Offenen Wertung durch Roland Carl und Johannes Heptner vertreten, in der Junioren Wertung durch Nachwuchstalent Philip Ducke.
Beide deutschen Teilnehmer erflogen bei starker Konkurrenz solide Platzierungen: Johannes Heptner/Platz 11 WC, Platz 8 EM; Roland Carl/Platz 15 WC, Platz 11 EM.
Philip Ducke belegte bei seinem internationalen Debüt einen starken achten Platz in der EM-Wertung und belegte Rang elf im Weltcup. Nach dem Qualifying lag das Nachwuchstalent noch auf Platz 8, unterlag allerdings im Achtelfinale knapp mit nur 0,4 Sekunden Unterschied dem US-Amerikaner Gabriel Heller.
Die WC-Wertung im Dynamic Solo Speed entschied Adrien Gallot (FRA) vor Yi Xuan Choo (SGP) und Kai Minejima Lee (SGP) für sich. Bei den Junioren gewann William Vande Vonder (BEL) vor Robin Huber und Sina Huber (beide SUI).
Indoor Solo Freestyle – Erneute Top-Ten-Platzierung für Roland Carl
Im Indoor Solo Freestyle traten 17 Athletinnen und Athleten aus 12 Nationen gegeneinander an. Nach fünf Runden sicherte sich Kai Minejima Lee aus Singapur Gold mit 74,5 Punkten vor ihrer Landsfrau Kyra Poh (72,6) und Flavien Poulenard aus Frankreich (72,0).
Roland Carl konnte nahtlos an seine guten Leistungen aus den Vorjahren (Zehnter Weltcup 2022 Charleroi, Belgien, Neunter Weltcup 2024 in Macao, Neunter Weltmeisterschaften in Charleroi) anknüpfen und belegte mit Platz 9 in der WC-Wertung und Platz sechs in der EM-Wertung erneut eine Top-Ten Platzierung.
Victoria Markewitz (Berlin) erreichte mit einer persönlichen Bestleistung von 49,3 Punkten den 16. Platz im Worldcup und den neunten EM-Rang.
Indoor Solo Freestyle Junior – 15-jährige Julia Schweizer ist Europameisterin
Im Indoor Solo Freestyle Junior kämpften 16 Athletinnen und Athleten aus elf Nationen um die Trophäen. Deutschland war international mit drei Athletinnen in der Juniorenklasse im internationalen Vergleich sehr stark vertreten.
Julia Schweizer (Taufkirchen) dominierte die Konkurrenz über alle Wettkampfrunden hinweg. Nach souveräner Leistung sicherte sich die gerade einmal 15-Jährige den nächsten Titel als Europameisterin und entschied außerdem die WC-Wertung mit 69,5 Punkten vor ihrer Teamkollegin Maya Goldwasser (64,1) und der Französin Malya Jalaguier (63,5) für sich.
Einen Überraschungserfolg erreichte Maya Goldwasser, die mit persönlicher Bestleistung und Silber in der WC-Wertung alle Erwartungen bei ihrem internationalen Debüt bei weitem übertraf.
Emilia Rölle (Egmating) sicherte sich den sechsten Platz in der WC-Wertung und den vierten Platz in der Europameisterschaft. Nach nervösem Start in den ersten drei Runden zeigte sie in den letzten beiden Runden ihr Können, konnte jedoch Vasilisa Tyulina aus Zypern auf Rang drei in der EM-Wertung nicht mehr einholen.
Lille: Indoor Formation Skydiving und Indoor Para Skydiving
Historisches Debüt im Indoor Para Skydiving mit doppeltem Gold für Nikolai Johann, Bronze für Airbus 8way
Die Premiere von IPS auf Weltcup- und EM-Niveau wurde zum deutschen Triumph: Nikolai Johann (Leipzig) gewann Gold im Weltcup und Gold in der Europameisterschaft und stellte zudem einen neuen Weltrekord in der schnellsten jemals geflogenen Runde bereits im Qualifying auf.
Mit der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft feierte das Team Airbus 8way (Steffen Schiedek/Seelze, Dieter Kirsch/Bad Langensalza, Karin Bauch/Münster, Carola Fietz/Fehrbellin, Simone Kaster/München, Manfred Moritz/Nürnberg, Thomas Spielvogel/Putzbrunn, Max Thiele/Berlin, Ersatz Franziska Wiesler/Elfershausen) einen weiteren deutschen Mannschaftserfolg.
Insgesamt kämpften in Lille 260 Athletinnen und Athleten aus 21 Nationen in fünf Disziplinen um insgesamt fünf EM-Titel.
Die deutsche Delegation war mit 22 Athletinnen und Athleten in vier der fünf Wertungen in Lille vertreten.
„Nikolai Johanns herausragender Erfolg war das absolute Highlight eines leistungsstarken Wettbewerbs. Gleich zweimal Gold im Worldcup und bei der EM bei seinem internationalen Debüt sowie beim ersten Worldcup in der Disziplin IPS – das ist unbeschreiblich. Niko hat an seine großartigen Leistungen von der deutschen Meisterschaft in Berlin nahtlos angeknüpft“, sagte Delegationsleiter und DFV-Sportdirektor Ralph Schusser und ergänzte: „Parallel zur Entwicklung im Dynamic Flying und Indoor Solo Freestyle ist auch im IFS das internationale Niveau stark gestiegen. Mit 21 Nationen und einem großen Teilnehmerfeld – speziell aus Asien – entwickelt sich IFS ebenfalls positiv. Daher freue ich mich, dass die deutschen Teams neben starker Konkurrenz im internationalen Vergleich mithalten konnten. EM-Bronzemedaille für das Team Airbus 8way und der starke vierte Platz des Team Meltemi Oceanside Illertissen runden das gute deutsche Gesamtergebnis ab.“
Johannes Heptner, Cheftrainer und Bundestrainer, fand ebenfalls lobende Worte: „Ich freue mich, dass wir im IFS nach einem Jahr ohne deutsche Beteiligung auf die internationale Bühne in Lille zurückkehren konnten. EM-Bronzemedaille für das Team Airbus 8way und der überragende vierte Platz des Teams Meltemi Oceanside Illertissen erfüllen mich mit Stolz. Mit dem ersten Worldcup und der ersten Europameisterschaft im IPS wurde zudem ein Meilenstein Indoor im Para Skydiving gesetzt. Ich freue mich für Nikolai Johann, Nikolai Jaklitsch und Jörg Schmidtke über ein sehr erfolgreiches Debüt, bei dem Nikolai Johann in beiden Wertungen dominiert hat.“
Nikolai Jaklitsch, Bundestrainer für IPS und Referent für Inklusion des DFV, war überwältigt: „Es war herausragend. Allen voran freue ich mich mit Nikolai Johann über seinen Erfolg. Ich bin sehr froh, dass IPS endlich auf internationaler Ebene vertreten ist, der Weg dahin war lang. Umso glücklicher bin ich, dass IPS als gleichwertiger Teil des Wettkampfgeschehens das erste Mal auf Weltklasseniveau ausgetragen wurde. Wir waren mittendrin, statt nur am Rande dabei. Dieser Wettkampf war ein wichtiger Schritt für die zukunftsfähige Integration unseres Sports.“
IFS 4way Female
Im IFS 4way der Frauen traten insgesamt 13 Teams aus 10 Nationen gegeneinander an. Mit dem vierten Platz in der Europameisterschaftswertung feierte das Frauenteam Meltemi Oceanside Illertissen (Nadeja Sievers/Rehlingen-Siersburg, Linda Köb/München, Petra Jastram/Bremen, Franziska Wiesler/Elfershausen, Ersatz Sylvia Maier/Polling) mit 210 Punkten einen erfolgreichen Re-Start nach längerer Pause und in neuer Aufstellung. In der Worldcup-Wertung sicherte sich das Team den siebten Platz.
Die Europameisterschaft gewannen die Französinnen „Nephtys“ (283 Punkte) vor den Britinnen „NFTO“ (233) und den Norwegerinnen „Thyra“ (229).
Gold in der WC-Wertung ging an die Chinesinnen „Hubei Team 1“ (302 Punkte) vor den Französinnen „Nephtys“ (283 Punkte) und dem zweiten Team aus China „Hubei Team 2“ (258 Punkte).
IFS 4way Open
Im Indoor Formation Skydiving 4-way open feierte das französische Team „Aethers“ mit 336 Punkten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in der Worldcup Wertung, vor dem Team „Golden Knights“ aus den USA (310) und dem belgischen Team „NMP PCH HayaBusa“ (307). In der EM-Wertung dominierte das Team „Aethers“ vor „NMP PCH HayaBusa“ und den „Skywalkers Juniors“ (CZ/287 Punkte). Das tschechische Team der Skywalkers Juniors demonstrierte zudem, wie eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Formationsspringen gelingen kann. In kürzester Zeit erreichten die vier jungen Talente die Leistungsspitze in Europa.
Das deutsche Team „AERA Flystation“ (Thomas Spielvogel/Putzbrunn, Simone Kaster/München, Karin Bauch/Münster, Alexander Prendinger/Hohenpeißenberg, Ersatz Göran Meyer/Marbach) erreichte mit 190 Punkten den 22. Platz im Worldcup und den elften in der Europameisterschaft.
IFS 8way
Im IFS 8way kämpften 13 Teams aus acht Nationen um die begehrten Titel.
Das deutsche Team „Airbus 8way“ (Steffen Schiedek/Seelze, Dieter Kirsch/Bad Langensalza, Karin Bauch/Münster, Carola Fietz/Fehrbellin, Simone Kaster/München, Manfred Moritz/Nürnberg, Thomas Spielvogel/Putzbrunn, Max Thiele/Berlin, Ersatz Franziska Wiesler/Elfershausen) gewann mit einer starken Leistung von 195 Punkten Bronze in der EM-Wertung, hinter Frankreich 1 (264) und „Italia FS 8 Fly X8“ (214). Die Disziplin IFS 8way ist von einer starken internationalen Konkurrenz geprägt, sodass sich Airbus 8way in der Worldcup-Wertung den achten Platz sichern konnte. Die WC-Wertung entschied das französische Team „Frankreich 3 Aethers Nephtys“ (330 Punkte) vor dem US-amerikanischen Team „XP8“ (310) und dem französischen Team „France 1 Nova“ (309) für sich.
Das zweite deutsche Team „Chicanovas“ (Göran Meyer/Marbach, Alexander Prendinger/Hohenpeißenberg, Stephanie Meyer/Marbach, Bianca Feiert/Hohenpeißenberg, Sylvia Maier/Polling, Sarah Mertes/Saarlouis, Petra Bärenfänger/Offenbach, Linda Köb/München, Ersatz Petra Jastram/Bremen und Henning Stumpp/Offenbach), das in Lille seine internationale Premiere feierte, erreichte mit 169 Punkten Rang elf im Worldcup.
IPS
In der Disziplin IPS kämpften 18 Athleten aus sieben Nationen um den Titel. IPS war das erste Mal als Disziplin beim Worldcup und der Europameisterschaft vertreten und lieferte eine Demonstration, wie eine gelebte Integration im Sport funktionieren kann. Bei seinem internationalen Debüt gewann Nikolai Johann (Leipzig) Gold im Worldcup und Gold in der EM mit einer Zeit von 16,04 Sekunden. Damit stellte er einen neuen Weltrekord, Europarekord und deutschen Rekord im IPS auf.
Der Leipziger ließ in der Worldcup-Wertung die Italienerin Veronica Raineri (18,59 Sekunden) und den Italiener Emmanuele Valenza (20,64 Sekunden) hinter sich. In der EM-Wertung ging Silber an Raineri, Bronze gewann die Niederländerin Sabrina Schoenmaker. Jörg Schmidtke aus Norderstedt erreichte einen starken zehnten Platz in der Worldcup-Wertung.
Etwas wehmütig blickte DFV-Sportdirektor Schusser auf die Disziplin Vertical Formation Skydiving (VFS), in der kein deutsches Team an den Start gebracht werden konnte. Hier siegte das Team „Poland Flyspot Synapses“ (POL/304 Punkte) vor dem Team „Italia V Storm Esercito“ (ITA/280) und dem Team „China Jihua Park“ (CHN/248) in der WC-Wertung. In der EM-Wertung sicherte sich das Team „UK MDMP“ (UK/221 Punkte) Bronze hinter Polen und Italien.
Alle deutschen Medaillen im Überblick
| Disziplin | Athlet/Team | EM | WC |
|---|---|---|---|
| Indoor Solo Freestyle Junior | Julia Schweizer | Gold | Gold |
| Indoor Solo Freestyle Junior | Maya Goldwasser | – | Silber |
| Dynamic 2-Way | Windobona Berlin Flytopia | Silber | Bronze |
| Dynamic 2-Way | Germany 1 | Bronze | – |
| Indoor Para Skydiving | Nikolai Johann | Gold | Gold |
| IFS 8-Way | Airbus 8way | Bronze | – |
Nadeja Sievers