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Joining the ToraTora Team

Im August 2025 hatte ich die Ehre, in das ToraTora Team aufgenommen zu werden. Der Moment fiel in das 20-jährige Jubiläum des Teams, das unter dem Motto „Blame it on the Boogie“* in Skåne, Schweden gefeiert wurde.

An einem der Boogie-Abende hieß es, dass es Zeit sei, jemanden Neues aufzunehmen. Ich sollte den Namen vorlesen, der sich in dem Umschlag befand. Es kam überraschend, und gleichzeitig hatte ich es irgendwie gespürt. Tief in mir war es immer ein Traum gewesen. Der Moment war für viele emotional – für das Team ebenso wie für die Teilnehmenden – weil es ein Schritt war, der Bedeutung hatte und berührte. Heute, da dieser Traum Wirklichkeit geworden ist, möchte ich meinen Weg ins Team ein wenig teilen – in der Hoffnung, andere zu ermutigen, ihre eigenen Ziele in unserem Sport immer weiterzuverfolgen.

ToraTora ist ein internationales Team professioneller Fallschirmspringer, das seit über 20 Jahren Boogies, Festivals, Skill Camps und Workshops organisiert und sein Wissen als Coaches weitergibt. Gegründet wurde ToraTora 2005 von Etienne Schreinemacher und Jasper van der Meer als Freefly-Team mit der Mission, Events zu organisieren und Freeflyer zusammenzubringen – was ihnen definitiv gelungen ist. Zu früh gehen musste René Terstegen, als er im März 2022 bei einem Speedflying-Unfall verstarb. Er wird immer fehlen, aber für immer ein Teil des Teams bleiben. René war offen, unglaublich lustig und gesellig, mit großem Talent und einer großen Leidenschaft fürs Coachen und fürs Fliegen. Jeder, der ihn kannte, weiß, wovon ich spreche. René kann nicht ersetzt werden, aber dafür tragen wir die Erinnerung an ihn immer mit uns.

Schon lange bevor ich Teil davon wurde, habe ich zu ToraTora aufgeschaut. Bei einem meiner ersten Events, 2021, hatte ich etwa 200 Sprünge und reiste mit Freunden von meiner Home Dropzone Marl zum Paradise Skill Camp nach Portugal an die Algarve. Ich erinnere mich noch gut daran, wie beeindruckt ich war – und wie sehr ich es mochte.

Anfang 2022 begann ich, bei der Organisation zu helfen und am Boogie Desk zu arbeiten, unter anderem beim Adventure Boogie. Angefangen hat alles mit einer einfachen E-Mail an Jasper und meinem Angebot zu unterstützen. Das bedeuteten auch oft sehr lange Tage und kein Schlaf nach einer Party, aber wer braucht das schon. Sowie sich darum zu kümmern, dass alle Teilnehmer glücklich sind, ihre Sprünge machen können und zu unterstützen, dass alles reibungslos läuft. Hinter den Kulissen passiert auf Boogies immer mehr, als man sieht, wie ihr vielleicht wisst. So ging es zwei Jahre weiter bis zum letzten Jahr des Adventure Boogies. Umso schöner war es, dass Winter Paradise und Spring Paradise in Castellón dazukamen und 2024 schließlich auch wieder ein Heli Camp auf der Dropzone Skydive Balaton stattfand. Noch Ende 2023 sagte Jasper dann zu mir, dass ich den Tag nicht hinter dem Laptop verbringen würde, sondern meine erste Gruppe coachen sollte. Ab da ging es von Event zu Event weiter. Ich habe immer versucht, bei jeder Gelegenheit alles aufzusaugen – die Briefings der Coaches, die Sprünge, die Floris erklärte, und viele kleine Details, aus denen man Erfahrung mitnimmt. Ich habe gelernt, mit Fehlern umzugehen – und vor allem, aus ihnen zu lernen. ToraTora hat mich begleitet, unterstützt und mich gleichzeitig immer wieder ins kalte Wasser geworfen. Genau das hat mich aber weitergebracht.

Der Weg hierhin war nicht geradlinig und zwischendurch auch herausfordernd. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und viele Erfahrungen gesammelt. Die Arbeit mit dem Team hat mir immer viel bedeutet, und ich habe viel Leidenschaft hineingesteckt, um sie so gut wie möglich zu erfüllen. Das gilt natürlich auch heute noch. Auch wenn ToraTora kein Full-Time-Job für mich ist, hat dieser Weg mein Interesse an Eventorganisation stark geprägt und mich letztlich zu meinem noch aktuellen Masterstudium im Sportmanagement geführt.

Ich bin sehr dankbar für meine Familie und meine Freunde, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Und ich bin dankbar für das Vertrauen des Teams und den Mut, weiterzugehen und jemanden Neues aufzunehmen.

Und eine Sache möchte ich noch mitgeben:

Auch wenn ein Traum nur leise in einem mitschwingt. Auch wenn er unrealistisch erscheint. Es lohnt sich, dranzubleiben. Vielleicht hält man eines Tages einen Umschlag in den Händen, auf dem der eigene Name steht 🙂

Anabel Brugger
Kontakt: anabel@toratora.nl / IG: shreddabel

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