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Wahrscheinlich können sich die meisten von uns an die Anfänge im Fallschirmsport erinnern: Die Ausbildung mit vielen neuen Inhalten und vielen neuen Menschen in einem neuen Hobby.

Sprünge und Bodenausbildung mit viel Aufregung und viel Adrenalin nach einem der ersten Sprünge. Dabei waren unsere Lehrer/innen wichtige Ansprechpersonen, denen wir großes Vertrauen geschenkt haben und zu denen man wahrscheinlich auch „aufgeschaut“ hat und voller Bewunderung war. In den weiteren Jahren haben wir sicher alle das ein oder andere Mal an einem Kurs teilgenommen oder haben uns von einem erfahrenen Springer bzw. einer erfahrenen Springerin im Freifall, bei der Schirmfahrt oder beim Packen eines Fallschirms coachen lassen. Auch hierbei war und ist eine Vertrauensebene essenziell.

Das sollte, nein, das darf jedoch nicht ausgenutzt oder missbraucht werden. Schüler oder „Lizenzneulinge“ gehören zu dem Kreis der „Schutzbefohlenen“ und müssen auch entsprechend behandelt werden.

Wir alle, die schon lange den Umgang und eventuell den etwas „härteren Ton“ auf einem Sprungplatz kennen, sollten hierbei nicht die Augen verschließen. Ungerechtigkeiten, verletzende Worte bis hin zu sexuellen Übergriffen gibt es in jeglichen Bereichen. Unser wunderschöner Sport sollte sich dadurch auszeichnen, dass sich die „Springergemeinde“ explizit davon distanziert und bei Vorkommnissen nichts „unter den Teppich kehrt“, sondern sich für davon betroffene Personen einsetzt. Sich schützend vor einen Menschen zu stellen, dem Unrecht getan wird, und ggf. die nötigen Instanzen einzuschalten. Sexuelle Übergriffe, sowohl körperlicher als auch verbaler Art, sind kein Kavaliersdelikt und erst recht nicht, wenn es um Schüler/innen oder Neulinge in unserem Sport geht.

Ihnen wollen wir doch zeigen, wie schön unser Sport ist und welche Freude damit verbunden ist. So, wie es uns einst gezeigt wurde.

Nicole Haditsch

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