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Dieser Bericht soll nur die wesentlichen Ergebnisse vermitteln. Detaillierte Informationen finden sich auf der FAI Website unter: https://www.fai.org/isc-documents in den „Minu­tes“, dem Protokoll dieser Tagung, sobald sie dort zum Download eingestellt sind.

Aufgrund der Pandemie konnte die Tagung in diesem Jahr nur als Zoom-Webmeeting stattfin­den. Offene Abstimmungen erfolgten über die Chatfunktion indem nur Nein-Stimmen und Enthaltungen abgegeben wurden und geheime Abstimmungen über eine separate Online-Abstimmeinrichtung, wo jeder Delegierte zu jedem einzelnen Entscheid einen eigenen Link zugeteilt bekam.

Vertreten waren: 41 Nationen = 41 Stimmen, Stimmübertragungen waren nicht zuge­lassen, da ausnahmslos alle die Möglichkeit zur Teilnahme hatten.

Aus Deutschland waren vertreten: G. Berendt (Alternate Delegate, Chef ST&AL Committee, Schiri und Paraski Committee), P. Pfalzgraf (Delegate, CF, ST&AL, R. Hoenle “Exi” (President of Ho­nour, CP Committee), N. Engel (CP Committee), R. Schusser (Technical & Safety Commit­tee), J. Williams (CP Committee), H. Enderlin (SP Committee), S. Böhme (WS Committee) und B. Korth (für Österreich)

Diesmal war die Tagung in zwei Blöcke aufgeteilt: Open Meetings am Wochenende 16./17. Januar zur Besprechung der eingegangenen Anträge und Plenary Meeting vom 22. bis 24. Januar zur Entscheidung der zuvor verteilten Tagesordnungspunkte. Es waren keine turnusgemäßen Wahlen auf der Tagesordnung. Markus Haggeney, der neue General­sekretär der FAI, berichtet über die Neustrukturierung der FAI, die notwendig geworden war, um die Ausgaben zu senken und einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Nichts desto weniger hat das ISC Bureau sich entschieden, einen von mir schon vor einem Jahr eingebrachten Vorschlag aufzugreifen und einen Verein zu gründen, auf den man als Organisation in dem Falle zurückgreifen kann, dass die FAI eventuell abgewickelt werden müsste.

Die Interims Bureau Decisions, die der nachträglichen Bestätigung durch das Plenary bedürfen, wurden schlussendlich nach teils lebhafter Diskussion abgesegnet. Da im zurückliegenden Jahr so gut wie keine Weltcups stattfinden konnten, auf denen neue Regeln hätten getestet werden können, gab es kaum Regeländerungen und wenn, dann hauptsächlich kleine Korrekturen zum besseren Verständnis oder zur Beseitigung von Fehlern. Lediglich beim IS Dynamik wurden die Regeln für die Zulassung von neuen FAI Schiedsrichtern vereinfacht, da hier ein Mangel besteht. 

Hier aber erst einmal zu den wesentlichen Ergebnissen:

Die endgültige Entscheidung des höchsten Sportgerichts, CAS, zu der nun nur noch zweijährigen Sperre der russischen Verbände hat wahrscheinlich keine Wirkung auf die Mondial in Tanay, da aufgrund der Kurzfristigkeit des Urteils und des bereits bestehenden Organi­ser Agreements zwischen FAI und dem Ausrichter eine neue, anderweitige Vergabe nicht mehr möglich war. Die Entscheidung steht jedoch noch aus. Die Teilnahme der russischen Vertreter an der ISC-Ta­gung und von russischen Mitgliedern in ISC-Funktionen ist rechtens gewesen, da das CAS-Urteil nur Regierungsvertreter der Russen betrifft. Bei der ISC ging also alles mit rechten Dingen zu. Das hatte ich ausdrücklich durch die FAI rechtlich prüfen lassen.

Ein Antrag, eine Paraski WM im Dezember in Tanay durchzuführen, wurde nach Bekanntwerden der CAS-Entscheidung umgewandelt in EM und Weltcup, um nicht unter die Sanktionen zu fallen, und so auch vergeben (13.12. bis 18.12.2021). 

Das bestehende Ranking-System wird weitergeführt (wichtig für World Games und für Klassik, CP und Paraski). Die Listen gelten unverändert weiter.

Die Mondial in Tanay, Russland, soll wie geplant durchgeführt werden, wenn es die Pandemie-Lage zulässt. Der Veranstalter beabsichtigt, für alle Teilnehmer eine Versicherung abzuschließen, die vielleicht im Falle einer Corona-Erkrankung die Behandlungskosten abdeckt. Genaueres befindet sich in der Erarbeitung. Die endgültige Entscheidung über das Stattfinden der Mondial wird das ISC Bureau erst Ende April treffen. Sollte dann feststehen, dass eine Durchführung nicht sinnvoll ist, wird es keine weitere Verschiebung geben und eine erneute Ausschreibung für eine neue Mondial im alten Rhythmus erfolgen.

Vergebene FCEs für die kommenden Jahre:

2022: Indoor Weltcup in Chaleroi, Belgien; Outdoor Weltmeisterschaften in Eloy, USA (FS, AE,CP,CF, WS,SP) und Strakonice, Tschechische Republik (ST&AL, CF)

2023: Indoor WM in der Liptovský Mikuláš, Slowakei; Outdoor Weltcup/EM in FS, AE Voss bei Bergen, Norwegen, und in ST&AL/CF in Molodechno, Belarus.

Die Swoop Freestyle World Championships werden künftig dauerhaft offiziell unter dem Dach der FAI stattfinden. George Blythe ist British Skydiving beigetreten und kann zukünftig über British Skydiving als offizieller Vertreter (Observer) an den ISC-Tagungen teilnehmen.

Die ISC hat übrigens eine Website mit Ergebnissen der FCE‘s, http://ipc-wcresults.org.uk/.

Alle Regelwerke werden in der neuen Fassung auf der FAI Website ab 1. März unter https://www.fai.org/ipc-documents zum Download bereitgestellt. 

Der PETi
Peter A. Pfalzgraf – ISC-Delegate des DAeC / der BKF

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