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Dieses Jahr etwas anders

FSC MÜNSTER GOES BORKUM sollte es auch im Sommer 2020 heißen. Ob das jährliche Trainingslager überhaupt stattfinden und sein 23. Jubiläum feiern kann, stand zu Beginn der Saison und auch noch ein paar Wochen davor nicht fest.  

Natürlich hat Corona in der Saison 2020 nicht nur unseren Verein und unsere Mitglieder, sondern alle Fallschirmspringer, Vereine und viele weitere Sportarten stark beeinflusst. Erst im Frühsommer konnten wir mit einem durchdachten Hygienekonzept, Vorsicht und Disziplin die Sprungsaison langsam starten.    

Umso schöner war es dann, als die erfreuliche E-Mail des Vorstands versendet wurde, dass das Trainingslager vom 24. Juli bis 3. August 2020 stattfinden kann. Voraussetzung war natürlich, dass die bereits bekannten, und auf dem heimischen Sprungplatz in Sendenhorst geprobten, Hygiene- und Abstandsmaßnahmen eingehalten werden. Auf große Sundowner-Partys und das traditionelle Grillfest zur Wochenmitte wurde natürlich verzichtet. 

Aber das Springen, gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten, ist natürlich das Wichtigste und über der Insel Borkum auch immer etwas Besonderes! Unsere Maschine, die Grand Caravan 208B, sowie eine weitere gecharterte Caravan von Wolfgang Klein ermöglichten uns insgesamt 112 Loads und ca. 2000 Sprünge in den 10 Tagen, wobei Wind und Wetter uns nicht jeden Tag in die Luft ließen. Mit den zwei Maschinen waren wir in den Jahren zuvor bereits sehr zufrieden, so dass wir dies auch im nächsten Jahr gerne wiederholen. 

Schüler konnten hier ‚frei solo‘ springen und viel Erfahrung sammeln. Für alle Interessierten gab es passende Coachings in den Disziplinen Freefly, Wingsuit und RW, sowohl in kleinen als auch in großen Formationen. Verstärkt wurde die FSC Münster Springer-Gruppe wieder durch langjährige Teilnehmer anderer Vereine, wie vom FSC Trier und von Skydive Soest, so dass sich auch vereinsübergreifend Sprünge, Gespräche sowie auch neue Kontakte ergeben konnten. Die Freude war bei allen groß und auch die Dankbarkeit dafür, dass wir das Event durchführen durften. Daher funktionierte der Ablauf während des Sprungbetriebs, am Manifest wie beim Packen, beim Briefing und beim Loading gut. Und auch vor und nach dem Sprungbetrieb als Gäste der Insel und des Flugplatzes waren alle diszipliniert.  

Sogar Tandem-Gästen durften wir Borkum und die umliegenden Inseln im Steigflug, Freifall und am Schirm von oben zeigen und ihnen damit unseren schönen Sport näherbringen. 

Wenn es das Wetter zuließ, war zur Mittagspause das Inselhopping nach Juist, Norderney und Leer-Papenburg eine gute Alternative zum Dünenbudje oder zur Stadt. Und das Highlight am Abend zum Sunset war natürlich der Strandload – für die Springer, aber auch für die Inselgäste am Stand und auf der Promenade.  

Borkum ist für viele langjährige Springer und deren Angehörige und Freunde immer wie eine Art „Klassentreffen“, bei dem man alte Freunde und Bekannte wiedertrifft und wieder mehr Zeit miteinander in der Luft und am Boden verbringen kann. Auch für neue Springer ist ein Trainingslager hilfreich, um in kurzer Zeit viel lernen und erfahren zu können. In Zeiten von Corona, in denen man weniger springen konnte und viel Abstand wahren musste und weiterhin muss, ist es umso wichtiger, dass ein solches Event stattfinden kann! Wir hoffen sehr darauf, dass Borkum im nächsten Jahr wieder möglich und vielleicht sogar etwas weniger Corona-belastet ist.  

Wie immer, aber dieses Jahr umso mehr, gilt ein ganz großes Dankeschön allen, die das Trainingslager unter diesen besonderen Umständen möglich gemacht haben: vor allem dem Vorstand des FSC Münster, den Piloten, den Lehrern, den Coaches, den Sprungdienstleitern, den Manifestlern, den Getränkewarten und allen, die immer mithelfen, damit das Trainingslager Borkum so besonders ist! 

Mali Ismar
Fotos: Philip Berstermann, Philip Exner, Moritz Sellmann

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