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Scramble? Kennen wir doch alle! Dreier- oder Viererteams, bestehend aus Springern aller Niveaus vom Frischlizenzler bis zum Skygod, im klassischen RW-Wettbewerb. Der Kampf um Punkte für Stern, Open Accordeon und Sidebody. Oder …? Vielleicht doch anders …? Hmmm …
Dass man einen RW-Wettbewerb zu einem Allround-Wettkampf pimpen kann, beweist der FSZ Haßfurt, der in diesem Jahr den dritten unkonventionellen Scramble veranstaltet hat. Hierbei ist es den Organisatoren Stefan Illig und Benjamin Kroß wichtig, möglichst alle Aspekte unseres faszinierenden Sports mit einzubeziehen.
Bei bestem Wetter geht es – zu ungewohnt früher Stunde – los mit der Auslosung der Teams. Aufgrund der Teilnehmer ergeben sich fünf bunt gemischte Dreierteams – sowohl Freunde, die ohnehin öfters miteinander springen, als auch Springer, mit denen man bisher noch nicht in der Luft war. Die Spannung steigt: Wie wird das Zusammenspiel „da oben“ klappen? Welche Aufgaben warten auf uns? Man kennt ja die Anekdoten vom letzten Jahr – da wurde unter anderem in der Luft „durch Reifen gesprungen“. Was hat sich das Orgateam wohl dieses Mal einfallen lassen?
Nachdem die Teams sich einen Namen gegeben haben und die (vom Verein gestellten) Videospringer schon einmal für die erste Runde den einzelnen Teams zugeordnet wurden, kommt es zur Offenbarung des Programms für die vier geplanten Runden. Beim gemeinsamen Sichten der Aufgabenstellungen entfleucht dem einen oder anderen schon mal ein „oje“ oder „hmmm“, ganz zu schweigen von der Mischung aus grinsenden und irritierten Gesichtsausdrücken der Anwesenden. Eins steht fest: Die Videoleute werden ein paar witzige Dinge vor die Linse bekommen.
Die erste Runde nennt sich „Student Skills“ – also Salto vorwärts, Salto rückwärts, Fassrollen. Die Frischlizenzler freuen sich und sind klar im Vorteil, da die Übungen bei ihnen noch deutlich präsenter als bei den „Großen“ sind. Diese rätseln unterdessen gemeinsam, wie man noch mal einen Vorwärts- bzw. Rückwärtssalto einleitet; ist ja schließlich Hunderte von Sprüngen her. Insgesamt zeigen alle Teams trotz erster Skepsis gute Leistungen, wenn auch die Salti – seien wir ehrlich – technisch nicht immer ganz sauber sind.
Runde 2 – „Hit ’n‘ Rock“ – zeigt dann deutlich, dass es definitiv nicht nur um RW geht. Auf der Landewiese sind Stühle aufgestellt. Ziel ist es, möglichst nahe an den Stühlen zu landen, sich schnellstmöglich auf einen Stuhl zu setzen und ein bereitstehendes Glas Wasser zu trinken. Hierbei fließt die gesamte Teamleistung in die Bewertung mit ein. Da punktgenaues Lan
den aufgrund von großen Landearealen weniger im Fokus liegt, gehen hier die Teamleistungen deutlich mehr auseinander.
Weiter geht es in Runde 3 mit der Akkordeonkette. Aus einem Open Accordeon fliegt der erste Springer von der einen zur anderen Seite und dockt dort wieder an. So entsteht ein weiteres Open Accordeon, das vom nächsten Springer in gleicher Weise umgebaut wird. Die meisten Teams entscheiden sich hierbei für das klassische Formationsfliegen, wobei die Akkordeonkette selbstverständlich auch im Sitfly oder Headdown geflogen werden darf, interdisziplinär eben.
In der letzten Runde spielen wir Twister – ja, richtig: „FreifallTwister“. Jeweils ein Springer des Teams stellt das „Spielfeld“ dar und wird mit farbigen Stoffstreifen an Armen und Beinen ausgestattet. Im Flieger, beim Zwei-Minuten-Call, bekommt das Team vom Kameramann die Auslosung gezeigt, welche Farben in welcher Reihenfolge mit der linken oder rechten Hand zu greifen sind. Im Vergleich zum normalen Twister müssen die Füße nicht verwendet werden, zur Erleichterung aller. Dies hätte wohl eher in einer Luftschlacht geendet. Es existieren verschiedene Vorgehensweisen, um gemeinsam zu performen. Im Zusammenspiel ergeben sich unkonventionelle Bilder; so greifen zum Beispiel zwei Springer mit der rechten Hand das linke Bein des dritten Springers („Spielfeld“) oder mit der linken Hand an den linken Arm.
Nach vier Runden Spiel und Spaß bei bestem Wetter und toller Stimmung endet ein gelungener Tag mit der Siegerehrung. Klarer Gewinner ist das Team „4 gewinnt“ – herzlichen Glückwunsch! Aber auch die anderen Teams haben gute Leistungen gezeigt und werden mit kleinen Trostpreisen belohnt. Und seien wir doch mal ehrlich: Der Spaß am Sport in Form von unkonventionellen Sprüngen stand für alle im Vordergrund. Bei einem gemeinsamen Grillabend inklusive dem einen oder anderen Bierchen klingt der Abend gemütlich aus.
Fazit: eine runde, sehr gut organisierte Veranstaltung mit spannenden, abwechslungsreichen Aufgaben rund ums Fallschirmspringen. Ein herzliches Dankeschön ans Orgateam, das sich jedes Jahr neue Aufgaben ausdenkt und mit viel guter Laune durch den Tag führt, und an die Videospringer, die uns in die Luft begleitet haben! Ich bin gespannt, welche Aufgaben wir nächstes Jahr lösen dürfen.
Definitiv nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle die Sponsoren des Scrambles: AIRTEC, RAINBOW SUITS, PARATEC und das FALLSCHIRMDEPOT OSTERMÜNCHNER, denen unser Dank für die Unterstützung solcher Veranstaltungen gilt.

FSC Münster

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