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Seit einigen Jahren treibe ich mich auf vielen Sprungplätzen der Welt herum, habe in dieser Zeit im Sport viele neue Freunde gewonnen und kennen gelernt. In der Zeit nach dem Militär habe ich mich dazu entschieden, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen und besuchte über 6 Semester eine private Physiotherapieschule, bildete mich im Anschluss in manueller Therapie, Sportphysiotherapie, Entwicklungskinesiologie weiter, und nachdem das alles noch nicht genug war, absolvierte ich noch eine 8-jährige Ausbildung im Bereich HumanOsteopathie sowie Kinder- & Säuglingsosteopathie. In dieser Zeit fing ich an, die Springerszene mit anderen Augen zu sehen. Da ich auch über den Beruf immer mehr neue Einblicke in funktionelle Bewegungsabläufe bzw. Bewegungsstörungen bekam, konnte man häufig die Ursachen immer wiederkehrender Verletzungsmuster gut beobachten und auch durchaus gut analysieren.

Nach einem normalen Sprungtag, wo es schon mal möglich ist 6-8 Sprünge zu absolvieren, traf man sich abends beim Bier am Lagerfeuer, um den Sprungtag noch einmal Revue passieren zu lassen. Und da hörte ich immer wieder, wie sich die Springer über ihre doch teilweise schwerwiegenden Beschwerden unterhielten, anscheinend schon über Jahre mit sich herumschleppend. Ein stechender Schmerz im Knie, starke Schulterbeschwerden beim Heben des Armes, pochender Schmerz bei der Landung im Fußgelenk oder der Klassiker aller Fallschirmspringer: starke Rückenschmerzen rezidivierend besonders nach dem Springen bis hin zu Bandscheibenvorfällen in Form von Protrusion oder gar eines Prolaps. Nicht selten begegnet man Springerkollegen, die schon schwerwiegende Verletzungen in sämtlichen Varianten von Frakturen, Schädelhirntraumata bis hin zu Querschnittssymptomatiken erlitten haben.Glaubt mir, es ist traumatologisch alles dabei. Man kommt gar nicht drum herum, immer wieder im Austausch mit den Kollegen/innen auf Fragen und teilweise auch Ängste des springenden Volkes zu reagieren und Hilfestellung zu bieten. Dabei werden die körperlichen Regionen nahezu alle komplett mit einbezogen.

Interessant zu beobachten ist, dass die Springer durchaus gewillt sind, sehr viel Zeit und noch viel mehr Geld in ihren Sport zu investieren, aber unglücklicherweise dabei meist vergessen, dass dieser unser geliebter Sport einen gesunden gut funktionierenden Körper benötigt. Schaut man in die Packhallen und Hangars der Dropzonen halten immer mehr Hilfsmittel wie Fascienrollen, Gymnastikbänder, Pezzibälle bis hin zu Fitnessgeräten oder Spinningbikes Einzug in die Springerwelt. Von Dehnübungen, Yoga, Pilates bis hin zu Kraftausdauerprogrammen ist alles dabei, was den müden Körper kurz vor Sprungbeginn in Form bringen soll. Da stellt sich die Frage, ob das alles so richtig ist? Ja, ist es, es gehört mittlerweile im Profisport dazu, den Körper vor der körperlichen und vor allem mentalen Belastung in eine Grundstimmung zu bringen, um die anstehenden Sprungabläufe mit Steigflug – Exitphase – Freifallphase – Schirmöffnung – Kappenflug – Landung sicher zu überstehen.

Nach der Frage, was denn der einzelne Springer in Form von Therapie für sich selber tut, bekomme ich immer die gleichen Antworten, meist nichts!! Der ein oder andere geht mal alle paar Wochen zum Physio und lässt sich durchkneten, oder mal zum Arzt, um sich eine von vielen Spritzen im Quartalsmodus einzuverleiben. Dies dient nicht dazu, seinen Körper auf ein optimales, funktionelles Level zu bringen, vor allem aus dem Grund, weil wir unseren Körper im täglichen Leben benötigen, um auch dort gut zu funktionieren.

Das „SKYDIVER BEHANDLUNGS-KONZEPT“

Wir bieten interessierten Springern und auch allgemein Sportlern ein ein- bis zweiwöchiges Therapieprogramm an. Hierbei arbeiten wir mit verschiedenen interdisziplinären Medizinern zusammen. Der Sportler erhält von Montagmorgen beginnend ein über jeden Tag 4-6 Stunden dauerndes Therapieprogramm mit den unterschiedlichsten Therapieformen wie Manuelle Therapie, Krankengymnastik, Massagen, Wärme- & Elektrotherapie, Osteopathie, Akupunktur, Sporttherapie im Bewegungsbad und an medizinischen Kraftgeräten. In Absprache mit unseren Fachärzten wird dieses Programm mit den verschiedensten Therapieformen, wie z.B. Spine-Med, Gallileo, Stoßwellentherapie uvm. sinnvoll für das bestehende Beschwerdebild ergänzt. Der erste Behandlungstag beginnt in der Regel mit der Vorstellung beim Facharzt, um über die Anamnese das Beschwerdebild und die anschließende Behandlung festzulegen. Der Arzt wird den Sportler über den Zeitraum der Behandlung, in der Regel ein bis zwei Wochen, krankschreiben. Das Therapieprogramm wird von Therapeuten durchgeführt, die über viele Jahre Erfahrung in dem Bereich des Leistungs- und Profisports verfügen und sowohl physiotherapeutisch als auch osteopathisch bestens ausgebildet sind. Für Übernachtungen der Patienten arbeiten wir mit zwei der besten Hotels in der Stadt zusammen. Bei Interesse und Fragen zu diesem einzigartigen Programm könnt ihr euch gerne mit mir in Verbindung setzen.

Mit sportlichen Grüßen,

Markus Nöh DFV #3349

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