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Die vergangenen Wochen haben leider gezeigt, dass Kappenkollisionen einen tödlichen Ausgang haben können. Ich hatte bereits nach der letzten INSITA einen Vortrag für die kommende geschrieben, der sich ausführlich mit diesem Thema befasst. Aus aktuellem Anlass will ich aber hier in Kürze ein paar Faustregeln als Leitfaden für den Springeralltag zusammenfassen:

  1. Vor jedem Sprung auch die Separation genau briefen.
  2. Im Sprung nach der Freifallzeit kontrollierte Separation mit Übersicht über die dreidimensionale Umgebung.
  3. Schirmaktivierung nach Abwinken im freien Luftraum.
  4. Nach der Entfaltung des Schirms sofortige Kontrolle der Umgebung.
  5. Wenn sich ein Schirm in der Nähe befindet, noch vor dem Lösen der Bremsen, immer nach rechts unten ausweichen unter Verwendung des rechten Vordertragegurtes.
  6. Bei dennoch unvermeidbarer Kollision den Körper schützen, wie bei einer Baumlandung.
  7. Während der Schirmfahrt regelmäßig den Luftraum in allen Richtungen beobachten, um zu wissen, wo und in welcher Richtung andere Schirme unterwegs sind.
  8. Erhöhte Aufmerksamkeit bei der Annäherung an das Landegebiet und bei der Landung.
  9. Keine Flugwege anderer kreuzen, der Tiefere hat Vorrang.

Es besteht kein Grund, dass es wirklich zu einer Kollision kommen muss. Man darf sich nicht überraschen lassen, sondern muss bei jedem Sprung mit mehreren Teilnehmern auf eine Kollisions-Sitation vorbereitet sein und sich dementsprechend nach den oben aufgezählten Regeln verhalten, bevor man Bremsen löst, Visier hochklappt, Booties auszieht etc. Die Klärung einer Verwicklungs-Situation ist nur möglich, wenn sie in großer Höhe entsteht und wird Thema bei der kommenden INSITA sein.

Ich hoffe, mit diesem Leitfaden das Bewusstsein für Gefahr von Kappenkollisionen zu schärfen und die Wahrscheinlichkeit von solchen Unfällen zu mindern.

Peter A. Pfalzgraf

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