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Die InSiTa 2018 ist vorbei, ebenso der Delegiertentag. Damit ist es ein Jahr her, dass wir begonnen haben, unsere Delegiertenarbeit aufzumöbeln und auch aktiver in Erscheinung zu treten. Werfen wir einen Blick zurück, muss man sagen: Wir haben uns viel vorgenommen und mussten leider feststellen, dass es teilweise zu viel war. Aber auch wenn noch einiges an Strecke vor uns liegt, viele kleine Schritte konnten wir schon gehen. Besonders erfreulich ist, dass diese Aktivitäten auch bei euch ankommen und wir übers Jahr von mehreren Seiten positives Feedback zu unserer Arbeit bekommen haben. Mit der Verleihung der Blue Sky Trophäe und dem zugehörigen Sonderpreis hatten die Delegierten auf der InSiTa Gelegenheit für Ihren ersten „öffentlichen Auftritt“. Erstmalig gab es 2018 eine interne Delegierten-Runde vor dem eigentlichen Delegiertentag. Während der Delegiertentag zusammen mit der Bundeskommission Fallschirmsport (BKF), dem DFV-Präsidium, den Bundestrainern und Koordinatoren der unterschiedlichen Disziplinen abgehalten wird, war die Delegierten- Runde nur den Delegierten vorbehalten. 2019 möchten wir diese interne Runde weiter ausbauen, da wir immer wieder feststellen, wie wichtig der persönliche Kontakt und das „Kennenlernen“ der anderen Delegierten ist. Da alle Delegierten über ganz Deutschland verteilt sind, müssen wir viel über das Internet erledigen, richtige Diskussionen und der Erfahrungsaustausch funktioniert aber immer noch im persönlichen Gespräch am besten. Eine der wichtigsten Maßnahmen war die Einführung der Delegiertenvertreter. Diese wurden aus den Reihen der Delegierten gewählt und haben unter anderem zur Aufgabe, an BKF- und DFV-Präsidiums-Sitzungen teilzunehmen, die Delegiertenarbeit zu koordinieren oder offizielle Aufgaben wahrzunehmen. Vor allem die Teilnahme an Sitzungen hat die Kommunikation zwischen Präsidium und Delegierten deutlich verbessert und ermöglicht es uns, in diesen Gremien gehört zu werden. Bisher haben Anja Strich und ich die Stelle der Delegiertenvertreter kommissarisch eingenommen, am Delegiertentag wurden wir durch die Delegierten ordentlich für die nächsten 2 Jahre gewählt. Aber auch am Delegiertentag selbst wurden neue Funktionen vergeben und Ämter besetzt. Durch den Wechsel von Ralph Schusser zum Geschäftsführer des DFV, sowie dem Rücktritt von Jörg „Josh“ Heise, wurden zwei DFV-Vizepräsidenten-Stellen frei. Mit Anja Strich und Nicole Haditsch konnten schon im Vorfeld zwei Kandidatinnen gefunden werden, und beide wurden am Delegiertentag in ihr neues Amt als DFV-Vizepräsidentinnen gewählt. Außerdem wurde Tatjana Gustke als Jugendreferentin und Corinna Graudenz als Referentin für Indoor Skydiving in ihren neuen Ämtern bestätigt. Dazu nochmal herzlichen Glückwunsch an alle neu Gewählten. Aufgrund des positiven Feedbacks zu den Workshops, die 2017 erstmalig am Delegiertentag stattgefunden haben, wurden auch dieses Mal vier Themen in Arbeitsgruppen aktiv diskutiert: „Delegiertenarbeit 4.0“, „Verbandsarbeit im Zeitalter der Digitalisierung“, „Mehr Breite in der Spitze – das Nischendasein einzelner Disziplinen“ und „Pimp my Sporthaushalt – Grenzen, Ideen, Visionen“. Die „Delegiertenarbeit 4.0“ beschäftigte sich mit Ansätzen, wie wir den eingangs beschriebenen Weg zur Verbesserung der Delegiertenarbeit weiter gehen wollen. Schwerpunkt für 2019 wird die Kommunikation zu den Sprungplätzen und Vereinen sein, um Informationen schneller weitergeben und euch Springer besser erreichen zu können. Dafür arbeiten wir weiter an unserer Internetpräsenz, E-Mail-Verteilern für die Bundesländer oder auch Aushängen für die Sprungplätze. Weiterhin wollen wir den Kontakt der Delegierten untereinander verbessern. Zum einen über das Internet, aber auch den persönlichen Kontakt. In eine ähnliche Richtung gingen auch die Themen des Workshops „Verbandsarbeit im Zeitalter der Digitalisierung“. Besprochen wurde hier unter anderem, wie sich Anmeldeverfahren, Berechtigungsverlängerungen, o.Ä. durch Digitalisierung vereinfachen und beschleunigen lassen, sowie weniger „Papierkram“ verursachen. Außerdem Maßnahmen zur Vereinheitlichung von Dokumenten in einer zentralen (digitalen) Ablage, um Informationen nicht erst über Anfragen bei der Geschäftsstelle zu bekommen, sondern direkt über das Internet beziehen zu können. Der Workshop zum Thema „Nischendasein einzelner Disziplinen“ versuchte herauszufinden, warum sich der Spitzensport nur auf einige Disziplinen konzentriert, während andere (bspw. CRW oder Zielspringen) langsam verwaisen und auf Wettbewerben oft nicht mehr vertreten sind. Dabei sind vor allem qualifizierte Coaches notwendig, um ihre Disziplinen wieder attraktiver zu machen, und so auch wieder Teams für Wettbewerbe begeistern zu können. Ein sehr aktuelles Thema diskutierte die Arbeitsgruppe „Pimp my Sporthaushalt“. Im Laufe der letzten Jahre hat der Fallschirmsport immer mehr Disziplinen hervorgebracht, und damit treten auch immer mehr Spitzensportler auf den Plan, die gefördert werden wollen. Zuletzt mit der Integration von Indoor-Skydiving, kam nochmal ein großer Schwung Disziplinen dazu. Um hier fair und gleichberechtigt fördern zu können, müssen die verfügbaren Mittel gestreckt oder aufgestockt werden. Dabei wurden mehrere Ansätze erarbeitet, die in einer Sondersitzung der BKF im Januar weiter diskutiert werden. Wie die Förderung des Spitzensports zukünftig aussieht, wird weiterführend in einer Sondersitzung des DFV-Präsidiums und der BKF im Januar diskutiert werden. Traditionell wurde auch wieder über die Austragungsorte der Deutschen Meisterschaften 2020 für Outdoor und Indoor entschieden. Nur eine Bewerbung gab es für die Outdoor DM: Skydive Stadtlohn stellten ihr Konzept den Anwesenden vor. Leider konnte aber aufgrund von Terminkonflikten mit der Mondial noch keine finale Entscheidung getroffen werden. Skydive Stadtlohn wird versuchen, einen anderen Termin zu finden. Die nachträgliche Entscheidung über die Vergabe wurde von den Delegierten an die BKF weitergegeben. Für Indoor bewarben sich die Hurricane Factory in Berlin sowie die FlyStation Munich, den Zuschlag für 2020 erhielt die Hurricane Factory. Die Indoor DM 2019 wird in der Jochen Schweizer Arena in München stattfinden. Diese Entscheidung wurde schon in der letzten BKF-Sitzung getroffen, damit ausreichend Vorbereitungszeit für die Ausrichter vorhanden ist. Außerdem kommen wir so für den Delegiertentag in einen einheitlichen Turnus mit der Vergabe der Outdoor DM (Vergabe immer für das übernächste Jahr). Damit seien mal die wichtigsten Themen des Delegiertentags 2018 zusammengefasst. Und damit auch ein kleiner Ausblick, was für die kommende Saison alles auf dem Plan steht. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Für die Delegierten (delegierte@dfv.aero)

Daniel ‚Sid‘ Klein, Delegierter Hessen

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