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Bei den Deutschen Meisterschaften im Fallschirmspringen in DAHLEM/Eifel, die in diesem Jahr wegen Terminkollisionen mit zeitgleichen Weltmeisterschaften in einigen Disziplinen mit gekürztem Wettbewerbsprogramm und in kürzerem Zeitrahmen stattfanden (vom 25. – 29.08.2018), gab es wenig Überraschungen bei den Siegern und Platzierten der drei ausgetragenen Disziplinen.

Der verkürzte Zeitrahmen, mit nur vier Wettbewerbstagen machte den Ausrichtern besonders wegen der wetterbedingten Zeitverluste doch einige Schwierigkeiten. Mit einem straffen Ablaufplan, dem zeitgleichen Einsatz von drei Absetzflugzeugen und der punktgenauen Ausnutzung aller sich bietenden Wetterfenster, ist es aber dennoch gelungen, bis auf jeweils einen Sprung in zwei Klassen, alle im Programm vorgesehen Wertungsdurchgänge zu absolvieren.

Die Disziplin 4er Freifall-Formationsspringen hatte in den vier ausgetragenen Wettbewerbsklassen (4er Offen, 4er Frauen, 4er Fortgeschritten und 4er Einsteiger) mit insgesamt 29 Teams die größte Teilnehmerakzeptanz.

In der offenen 4er Klasse siegte erneut und diesmal unangefochten, das Team AIRBUS 4er FSZ Saar mit Thomas Mack (Marksuhl), Göran Meyer (Ludwigsburg), Markus Bastuck (Wallerfangen), dem Alternate Solly Williams (Florida/Saarlouis) für den verletzten Stammspringer Jörn Thiele (Bruchsal) und dem Videospringer Andreas Trögele (Schemmerhofen) mit gesamt 181 Punkten aus 9 gewerteten Runden, was einem exzellenten 20er Punkteschnitt entspricht. Den zweiten Platz in dieser 4er-Klasse verteidigte erneut das Team ATOMIX-YUU Skydive aus Itzehoe mit 152 Punkten aus 9 Runden. Damit konnten aber Peter Ingenhaag (Paderborn), Andrea Kleinschmidt (Hamburg), Holger Sass (Hamburg), Mark Zimmermann (Dortmund) und ihr Videospringer Ralph Wilhelm (Schweiz) ihr Ziel, den Airbus 4er vom „Thron“ zu stoßen, nicht erreichen. Dritter wurde das 4er Team PARANODON-Bardabunga aus Illertissen, die als „ältere“ Hälfte des neuen AIRBUS 8ers ihren Wettbewerbsschwerpunkt zwar eindeutig auf die 8er-Disziplin legten, aber auch im 4er ausgezeichnet mithalten konnten, wie ihre 141 Punkte deutlich zeigen. 

Das 4er Frauen-Team SKYNAMITE/FSZ Saar, mit Sandra Dederichs (Meerbusch), Carola Fietz (Fehrbellin), Yasmine Schütte (Heppenheim) und Birte Cordua (Bremen) erreichte mit 125 Punkten aus 10 Runden auch den erforderlichen Punkteschnitt für die Qualifikation zur Weltcup-Teilnahme 2019 in Arizona/USA.

Im offenen Achter-Wettbewerb siegte unangefochten und mit einer starken Leistung von 13,6 Punkten im Schnitt (= 123 Punkte aus 9 Runden) der AIRBUS 8er, der sich aus den zwei PARANODON 4ern aus Illertissen zusammensetzt. Zu den erfahrenen „Altspringern“ Thomas Spielvogel (Putzbrunn), Ulrich Sehrbrock (Braunschweig), Steffen Schiedeck (Seelze), Olaf Biedermann (Fürth) und Videospringer Erik Lorenz (Bad Kreuznach) stieß Ende letzten Jahres die jüngere „Südhälfte“ mit Linda Köb, Alexander Prendinger, Stefan Knoch (alle aus München) sowie Carl Enders (Warngau) und formten in kurzer, aber intensiver Trainingszeit einen sehr leistungsstarken 8er, der ebenso wie die beiden Vierer-Teams AIBUS und SKYNAMITE, Anfang Oktober bei der Weltmeisterschaft an der australischen GOLD COAST sein Können unter Beweis stellen muss. 

Die Silbermedaille in der 8er-Wertung holte sich das aus den zwei 4er-Teams SKYWEED (Illertissen) und WOLFPACK (Skydive Kiel) zusammengesetzte Mixed-Team (Ralf Bissbort, mit 56 Punkten vor der LUFTSCHL8 aus dem FSZ Kassel (Petra Hoffmann, mit 46 Punkten (jeweils aus 9 Runden), der auch diesmal „nur“ die Bronzemedaille blieb, wenn auch mit einer deutlichen Punktesteigerung gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Artistischen Disziplinen (AE) siegte im Freeflying erneut, wenn auch knapp, das Team 3-FLY-Neustadt/Glewe (Mario Bosecke/Michael Jung und Christian Richter) mit 34,8 Punkten vor dem Team NIMBUZ aus Marl (Philipp Exner/Raphael Cabane und Lion Trautvetter) mit 33,6 Punkten.

Die Freestyle-Wertung ging denkbar knapp an das Team WINDOBONA 268 aus Berlin (Lena Reeker und Video Christian Kaufmann) mit 35,7 Punkten vor dem Team NIMBUZ FS aus Marl (Philipp Exner und Video Raphael Cabane) mit 35,2 Punkten.

In der Disziplin Kappen-Formation verbuchte wie bereits im Vorjahr das Team STACK ATTACK aus Schweighofen (Peter Hormuth, Björn Schubnell und Florian Rommel) den Sieg mit 99 Punkten für sich und verwies den AIRSTEP 2er aus Remscheid (Tom Brand, Tobias Koch und Video Thomas Rohde-Seelbinder) mit 54 Punkten auf Platz 2.

AIRSTEP Remscheid 4er (Tom Brand, Tobias Koch, Thomas Rohde-Seelbinder, Ralf Stolzenberg mit Video Peter Wohlers) legte den Schwerpunkt auf die 4er Sequenz und erreichte hier ein Ergebnis von 30 Punkten aus 8 Runden.

Helmut Bastuck

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